Nachdem wir jetzt so viele jahreszeitenunabhängige Kleidungsstücke, wie Blusen, Röcke und Sweater gesehen haben,  nähern wir uns heute winterlicheren Projekten! Tatiana von tillit. hat sich einen unglaublich coolen Wollstrick ausgesucht und daraus einen Cardigan jOne von Prülla genäht.

Der Strick ist richtig wollig mit genau dem richtigen Volumen für solche Jacken wie diese. Die Oberfläche ist leicht boucliert mit Streifen, so dass sich eine schöne Struktur ergibt. Ein richtiges Wohlfühlteil, perfekt für die kalten Jahreszeiten. Wie gut, dass Danie gleich 2 Schnittmuster (ein eBook und einen Papierschnitt) zum Verlosen in den Topf geschmissen hat! Wer sich beteiligen möchte, der schaut bei mir auf Instagram vorbei :-)

Natürlich gibt es auch heute wieder eine Stoffart des Tages. 15% auf diesen und andere grobe Strickstoffe!

Im Interview steht heute, wie könnte es anders sein? Danie von Prülla. Wir sind uns bisher tatsächlich noch nie in Wirklichkeit begegnet, was daran liegt, dass Danies h&h Tage in Köln immer andere waren als meine. Aber ich bin sicher, irgendwann klappt es und bis dahin bewundere und like ich weiterhin fleißig auf Instagram.

Woher nimmst Du Deine Inspiration?

Danie: Überall her. Ich schaue mir immer wieder andere Leute in der Stadt an, streife durch Geschäfte und mache mir Gedanken, was MIR fehlt. Wo bei mir der Haken an einem Kleidungsstück liegt und wie ich es besser für mich umsetzen kann.

Inwieweit beeinflussen Dich aktuelle Modetrends?

Danie: Ich glaube, recht wenig. Ich sehe sie mir gern an. Nähe mir dann aber eher Teile, die langlebiger – auch vom Stil her – sind.

Welches ist dein Lieblingsschnittmuster aus Deiner eigenen Kollektion?

Danie: Puuuh… Im Moment wohl der Hudie. Aber auch julika als Shorts gibt es reichlich. jErika und Hazel natürlich auch. Und bellah. Ich schleppe jeden Tag eine yello bag oder eine citie bag mit mir rum. Meine Schnittmuster sind eben Basicteile, die ich ja wegen dem alltäglichen Gebrauch und der Vielfältigkeit, sie zu tragen, immer wieder gern nähe.

Welches ist Dein Lieblingsschnittmuster anderer?

Danie: Auch da gibt es eine ganze Menge. Elle Puls‘ Shirtbox mag ich sehr. Aber auch Echt Knorkes Tante Hertha. Oder Juni Design’s Schnittmuster. Schneidernmeistern’s Else habe ich hoch und runter genäht. Freuleins Betty ebenso. Und die Schnitte von Studioschnittreif… Bestimmt vergesse ich hier jetzt einige. Es gibt wirklich viele „fremde“ Schnittmuster bei mir. Ich mag diese bunte Mischung sehr.

Wenn ich richtig informiert bin, dann ist Dein Label nicht Dein Hauptberuf. Trotzdem bist Du ungeheuer aktiv und kommst auch immer mit einer ganz besonderen Leichtigkeit daher. Ganz plumpe Frage, aber wie schaffst Du das?

Danie: Vielen Dank! Nähen ist für mich einfach ein sehr erfüllender Ausgleich zum Büroalltag. Ich arbeite oft an sehr langfristigen Aufträgen, da ist es schön, wenn ich beim Nähen nach wenigen Stunden ein fertiges Teil in den Händen halte.

Außerdem fotografiere ich gern und habe kein Problem, vor der Kamera zu stehen *grins*. Dafür fallen meine Texte eher kurz und sachlich aus.

Könntest Du Dir auch vorstellen, Dein Schnittmusterlabel hauptberuflich zu machen?

Danie: Nein, ich liebe meinen Beruf.

Wenn mein Tag (für einen begrenzten Zeitraum) 48 Stunden hätte, dann würde ich:

Danie: Mehr schlafen ;-)

Der Anteil selbstgenähter Teile in meinem Kleiderschrank beträgt  86  % (Unterwäsche und Socken ausgenommen).

 

Schnittmuster: Cardigan jOne von Prülla

Material: grober Wollstrick,

 

Wenn Ihr auch die anderen 1000stoffgeburtstagsprojekte anschauen wollt, dann klickt Euch einfach durch:

Montag, 26.11. „Die kleine Schwarze“ bei Mein anderes ich

Dienstag, 27.11. wrapped Hose bei eleonore creative

Mittwoch, 28.11. Cheyenne Tunika bei naadisnaa

Donnerstag, 29.11. Else bei Schneidernmeistern und einfachkarl_original

Freitag, 30.11., Rock Nr. 1 bei untermeinemdach und Interview mit rosa p. 

 

Es wird es international! Nachdem wir gestern viel vom Schnittduett und vorgestern viel von ellepuls erfahren haben, habe ich heute Annika von Näh-Connection im Interview. Sie ist selber keine Schnittmusterdesignerin, sondern so etwas wie ein internationaler Schnittmusterscout, sie spürt interessante englische Schnitte auf, verhandelt mit den entsprechenden Labels, übersetzt die Schnitte ins Deutsche und vertreibt sie hier.

So z. B. auch das Schnittmuster für die Cheyenne von Hey June Patterns, die sich Kathrin von naadisnaa aus beerenfarbenem Flanell für die 1000stoffparty genäht hat. Mir gefällt ihre Tunika ungeheuer gut, genau die richtige Mischung zwischen lässig und wertig, mit so viel Liebe zum Detail, ein Teil für jeden Tag und zum richtig Wohlfühlen.

Aus gegebenem Anlass gibt es übrigens 15 % Rabatt auf alle Flanells im Shop :-). Und Annika hat uns ein ebook für die Cheyenne zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Zum Gewinnen einfach bei Instagram @1000stoff schauen und kommentieren.

Aber jetzt zu Annika. Wir haben uns sogar schon persönlich kennenlernen dürfen und zwar hier bei mir im Laden. Bei einem Berlinbesuch hat sie mich mit ihrer ganzen (damals noch um 1 Person kleineren) Familie besucht und wir hatten einen sehr netten Plausch. Es war eine dieser Begegnungen mit der Erkenntnis: sie ist ja wirklich so nett wie sie in den sozialen Netzwerken wirkt :-)

Deine Idee ist ja genial. Der internationale Schnittmustermarkt ist riesig, aber viele schrecken vor englischen Anleitungen zurück, denn selbst wenn man einigermaßen Englisch spricht, ist das Fachvokabular doch noch mal etwas anderes. Diese Schnitte auf Deutsch anzubieten, ist sehr clever. Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Ich bin selbst zuerst über englische Nähblogs und -schnitte gestolpert. In der Tat habe mit dem Nähen begonnen, weil ich kaum glauben konnte, was für tolle Sachen, die für sich und ihre Kinder genäht haben. Ich kannte lange Zeit für vieles deshalb auch nur den englischen Begriff. „Bias Tape“, „right sides together“ oder „pin and sew“ waren für mich das normalste auf der Welt. Erst viel später habe ich die deutschen Nähblogs entdeckt und festgestellt, dass diese beiden Blog- und Nähwelten in vielem sehr unterschiedlich sind und die meisten kaum mit englischen Schnitten nähen. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits viele englischsprachige Blogger und Designer gut kannte, lag es nahe, mit ihnen gemeinsam an Übersetzungen zu arbeiten.

Wie gehst Du vor? Gehst Du auf die Schnittmusterlabel zu und übersetzt die Anleitungen dann selbst?

Ja, in fast allen Fällen läuft es genau so. Ich schreibe die Designer an, stelle mich und mein Konzept vor und übersetze dann für sie. Die Designer bekommen dann von jedem verkauften Schnitt einen Anteil.
Manchmal, z. B. bei itch to stitch oder sew sweetness, haben die Designer jedoch schon deutsche Übersetzungen von einigen ihrer Schnitte. Dann übernehme ich diese direkt.

Wie wählst Du die Schnittmuster aus, die Du in Deutscher Übersetzung anbietest?

Puh, da spielt vieles mit rein. Einerseits möchte ich gern Schnitte, die etwas Besonderes sind, die es so noch nicht in Deutschland gibt. Andererseits versuche ich natürlich auch eine gute Mischung in den Shop zu bekommen. Normalerweise plane ich eine ganze Weile im Voraus, welche Schnitte ich wann übersetze und rausbringe, aber du weißt ja: „Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst.“ Da macht die eine Designerin doch noch einen Rückzieher, weil sie grad nicht so viel Zeit hat, die nächste schickt mir eine überarbeitete Version eines Schnittes, bei der plötzlich die Anleitung ganz anders aufgebaut ist und dann sehe ich noch einen tollen neuen Schnitt, den ich einfach sofort haben möchte.

Inwieweit beeinflussen Dich hier aktuelle Modetrends?

Eigentlich achte ich nicht mehr allzu sehr auf aktuelle Modetrends. Ich folge jedoch einer riesigen Menge englischsprachiger bzw. generell internationaler Nähblogs und bin ja immer auf der Suche nach neuen Schnitten. Da viele Designer sich sehr wohl an aktuellen Trends orientieren, gibt es auch bei den Schnitten oft sehr eindeutige Trends. Interessanterweise sind diese aber nicht immer genau so auch in Deutschland zu finden. Im englischsprachigen Raum hat zum Beispiel in den letzten Jahren praktisch jeder Designer mindestens einen Jumpsuit oder Overallschnitt rausgebracht. Die gibt’s hier natürlich auch, aber es ist nicht ganz so ein Massenphanömen. Ob also ein internationales Design hier landet, ist manchmal gar nicht so leicht abzuschätzen.

Welches ist dein Lieblingsschnittmuster aus Deiner Kollektion?

Woah, jetzt wird’s schwierig. Also einen einzigen kann ich da nicht aussuchen. Machen wir einen aus jeder Kategorie? Für mich selbst mag ich den Opal Cardigan am liebsten. Der ist einfach perfekt für all die schönen Jacquards, die in den letzten Jahren so aufgetaucht sind. Ich hab ihn inzwischen in allen möglichen Längen und trag ihn gerade in der Übergangszeit, aber auch jetzt im Winter abends zum gemütlichen Einkuscheln auf dem Sofa total gern. Für meine Töchter mag ich das Janie Dress, ein Jerseykleid mit Tellerrock und ganz vielen Ausschnittvarianten sehr, sehr gerne. Und für meinen Sohn muss jedes Jahr mindestens ein Beachy Boatneck, ein lässig geschnittenes Shirt mit U-Bootausschnitt und abgerundetem Saum, her.

Du betreibst Naehconnection ja noch nicht hauptberuflich. Könntest Du Dir das vorstellen? Aus eigner Erfahrung weiß ich, dass die Projekte, die man mit Leidenschaft betreibt, einen fast in jeder Minute des Tages gedanklich begleiten. Ich stelle mir den Spagat zwischen Familie, Herzensprojekt und Beruf sehr schwierig vor und habe daher höchsten Respekt.

Ohja, da hast du so Recht. Aktuell bin ich ja in Elternzeit. Unsere kleinste Maus wird demnächst ein Jahr alt. Genau aus den von dir oben aufgeführten Gründen nehme ich dieses Mal drei volle Jahre Elternzeit, während ich bei den Großen jeweils nach einem Jahr zurück zum Arbeiten an die Uni gegangen bin. Da ich nach München pendeln muss (knapp 2h einfach), ist das für die Familie nicht ganz einfach. Eigentlich wollte ich ja schon immer Wissenschaftler sein und hab das auch mit viel Begeisterung gemacht, aber in den letzten Jahren ist Näh-Connection wirklich immer wichtiger für mich geworden und kann ich mich dort mehr verwirklichen. Mein Wunsch ist also inzwischen schon, mich voll auf Näh-Connection zu konzentrieren. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob ich Näh-Connection hauptberuflich betreiben kann oder ob ich eher wieder in die Wissenschaft einsteige und dann den Shop schließe.

Wenn mein Tag (für einen begrenzten Zeitraum) 48 Stunden hätte, dann würde ich:

… mich freuen, dass der Vormittag endlich mehr Stunden hat, die ich zum Arbeiten nützen kann. Nach dem Essen und Hausaufgaben machen würde ich mit den Kindern direkt in die Berge zum Wandern oder Skifahren düsen bzw. bei schlechtem Wetter zum Schwimmen ins Hallenbad gehen. Und abends, wenn dann die Kinder im Bett sind, würde ich zuerst endlich mal in Ruhe ein Gespräch mit meinem Mann zu Ende führen und dann, während er sich Männersendungen auf DMAX anschaut, nähen, nähen, nähen.

Der Anteil selbstgenähter Teile in meinem Kleiderschrank beträgt 50%.

Ich kaufe zwar schon seit längerer Zeit kaum mehr Kleidung, aber in Sachen Nachhaltigkeit fände ich nichts fragwürdiger, als nun plötzlich all die Kaufklamotten, die ich schon habe, in die Tonne zu kippen. Hier wird einfach Stück für Stück ersetzt…

 

Schnittmuster: Cheyenne Tunika

Material: Baumwollflanell Robert Kaufman, heute (28.11.) alle Flanells mit 15% Rabatt

Wenn Ihr auch die anderen 1000stoffgeburtstagsprojekte anschauen wollt, dann klickt Euch einfach durch:

Montag, 26.11. „Die kleine Schwarze“ bei Mein anderes ich

Dienstag, 27.11. wrapped Hose bei eleonore creative

 

Nachdem wir gestern viel von Elke Ellepuls lesen durften, habe ich heute ein Duo im Interview. Grund für meine Interviewpartnerinnen ist Viviens Schnittmusterwahl, sie hat eine großartige „Wrapped Hose“ vom Schnittduett genäht. Ich gebe offen zu, dass ich noch keine dieser Hosen im Schrank hängen habe, aber wenn ich diese hier sehe, dann ist das eigentlich ein unhaltbarer Zustand und damit wandert sie ganz oben auf meine To-Sew-Liste. Ich halte Euch auf dem Laufenden :-)

Vivien hat für ihre „wrapped“ eine sehr schicken Popelinestoff aus Baumwolle und Viskose mit einem geringen Stretchanteil (für eine besonders gute Passform) gewählt, der meiner Meinung nach perfekt ist für Hosen (aber auch Kleider etc..). Den gleichen Stoff gibt es in unterschiedlichen Farben und heute mit 15%  Rabatt für Euch.

Auf Instagram darf ich bei @1000stoff wieder ein ebook für die Hose verlosen, also hüpft auch dort noch rasch vorbei!

Aber jetzt zum Interview:

Anja und Selmin bilden gemeinsam das Schnittduett, das gestern mit seiner dritten Kollektion an den Start gegangen ist. Anja habe ich leider noch nicht persönlich getroffen und Selmin auch nur für einen kurzen Plausch auf der h & h in Köln, aber ich bin mir sicher, das holen wir bei nächster Gelegenheit nach.

Woher nehmt Ihr Eure Inspiration?

Anja + Selmin: Das ist ganz unterschiedlich. Oft sind es Frauen, die uns auf der Straße begegnen oder in unserem Freundeskreis, die ein tolles Teil tragen oder kombiniert haben. Es kann dann auch schon mal passieren, dass wir uns Samstags vom Wochenmarkt ein Foto einer Frau zusenden, deren Jacke uns gefällt und die netterweise für uns posiert hat. Wir lassen uns natürlich auch von aktuellen oder kommenden Trends aus der Modewelt inspirieren und fokussieren uns auf die Details und Schnitte, die wir beide schon immer mögen und auch selbst tragen würden. In jeden Schnitt fließt etwas von uns beiden ein. Alle unsere Kollektionen enthalten Elemente, die wir beide schon immer einmal im Kleiderschrank haben wollten.

Inwieweit beeinflussen Euch aktuelle Modetrends?

Anja + Selmin: Alleine durch das Blättern durch Zeitschriften, Pinterest und den täglichen Blick in unsere Social Media Kanäle werden wir im Überfluss mit den aktuellen Trends konfrontiert. Natürlich spielt das dann auch beider Kollektionserstellung eine Rolle, wenn auch eine untergeordnete. Denn es ist uns zwar wichtig, dass unsere Schnitte auch mit aktuellen Trendstoffen und -mustern genäht werden können. Dennoch versuchen wir, die Schnitte zeitlos und wandelbar zu designen, damit die Stücke für die Schnittduett-Kundinnen lange tragbar sind. Teile für die Ewigkeit.

Welches ist Euer Lieblingsschnittmuster aus Eurer eigenen Kollektion?

Selmin: Oh Gott, das kann ich nicht sagen, ich hab sie alle gleich lieb. Aber man munkelt, dass ich schon eine stolze Sammlung Wrapped Hosen in meinem Kleiderschrank habe.

Anja: Es kommt auf die Jahreszeit an. Aber ich glaube, ich werde unsere neue Modular Collection hoch und runter nähen. Es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten, dass mir die Ideen sicher nicht so schnell ausgehen. Und die ganzen Pattern-Hacks, die wir für die anderen Schnitte noch im Kopf haben. Lasst Euch überraschen.

Welches ist Euer jeweiliges Lieblingsschnittmuster anderer?

Selmin: Ich liebe das Kalle Shirt Dress von Closet Case Patterns, ein puristischer Klassiker in mehreren Versionen in meinem Kleiderschrank.

Anja: Ich mag mein Reeta Dress von named sehr gerne. Ich habe es in meinem Blogpost das „Wohnzimmerkleid“ genannt, weil es einfach so verdammt bequem ist.

Ihr arbeitet als Duett zusammen. Das finde ich eine mutige Sache, da man im kreativen Prozess ja auch sehr persönlich arbeitet. Wie habt Ihr Euch gefunden, bzw. wie seid Ihr auf die Idee gekommen gemeinsame Sache zu machen? Hat jeder von Euch seine Schwerpunkte oder entwickelt Ihr Eure Projekte größtenteils gemeinsam?

Selmin: Ich finde eher die Leute mutig, die ganz alleine so ein Business, gerade in der Handarbeitsbranche starten. In meinen eigenen freiberuflichen Dingen finde ich es ganz schwer, Entscheidungen alleine zu treffen. Mit Anja kann ich mich immer austauschen. Für mich ist es wichtig, beim gemeinsamen Arbeiten das Konkurrenzdenken auszuschalten und sich gemeinsam ein Ziel zu definieren, auf das man zusammen hinarbeiten möchte. Das bedeutet auch, dass ich Platz mache für dieses gemeinsame berufliche Ziel.

Anja hat mir vor zwei Jahren eine Mail geschrieben, ob ich Lust hätte auf einen gemeinsamen Kaffee. Wir kannten uns bis dahin nur von eins bis zwei Treffen auf Bloggerveranstaltungen. Wir waren beide Kölnerinnen und fanden uns beide sympathisch. Beim gemeinsamen Kaffeetermin haben wir einander von unseren beiden Visionen erzählt und irgendwann kam die Idee einer kleinen gemeinsamen Kollektion. Es sollte eigentlich eine kleine Pop-Up Collection werden, die nur ca. 4 Monate auf dem Markt ist. Ich bin total beflügelt nach Hause, hab Ideen zusammengeschrieben, und bei unserem nächsten Treffen standen schon die ersten Entwürfe. Es hat allerdings ein Jahr gedauert, bis wir unsere Kollektion so rund hatten, dass wir starten konnten. Durch all die Arbeit, die wir hineininvestiert haben, haben wir beschlossen, dass wir doch länger das Schnittduett bleiben möchten. Wir haben einen Vertrag aufgesetzt, was eine großartige Idee war, denn das führte dazu, dass nicht nur alle Träumereinen miteinander geteilt werden, sondern auch die Dinge, die wichtig für die jeweilige andere sind. Es wurden offen Ängste und Bedenken ausgesprochen und alles vertraglich festgehalten.

Anja: Natürlich kann man zu zweit nicht jede Spinnerei, die einem selbst in den Kopf kommt, direkt umsetzen. Man muss diskutieren und Kompromisse eingehen. Aber das kann auch gut und nützlich sein.

Denn oft reicht ein Blick der anderen, der einem sagt: „What?? Du spinnst wohl!“ Und schon arbeitet man wieder fokussiert am eigentlichen Projekt ohne sich zu verzetteln. Ich finde die gemeinsame Arbeit und der Austausch helfen enorm dabei, die Projekte auf den Punkt und zielstrebig umzusetzen. Oder aber, ganz umgekehrt, der Blick des anderen bekommt den gleichen irren Ausdruck und wir springen kopfüber gemeinsam in die Idee, um das ein oder andere kleine Projekt dazwischen zu schieben. Glücklicherweise sind wir beide ähnlich verrückt.

Wir haben feste Routineaufgaben, die wir aus Effizienzgründen nach Erfahrung und Fertigkeiten des jeweils anderen aufgeteilt haben. Aber der andere schaut immer noch einmal drüber, weil vier Augen besser als nur zwei sind. Wir ergänzen uns hier einfach ganz wunderbar.

Nun ist Schnittduett bei Euch beiden ja nur ein Teil des Jobs, Ihr habt beide noch andere Schwerpunkte, die Ihr unabhängig voneinander verfolgt. Hut ab! Sich selbstständig und hauptberuflich in dieser DIY Szene zu behaupten, ist meiner eigenen Erfahrung nach ein Job ohne Feierabend. Ideen hätte ich selber auch noch Hunderte, aber mir fehlt schlichtweg die Zeit. Wie schafft Ihr das?

Anja + Selmin: Beim Annehmen von neuen Projekten oder Anfragen priorisieren wir schon. Gerade in der Zeit vor Erscheinen einer Kollektion, sind wir beide ziemlich unter Strom und die Schnitte benötigen unsere ganze Aufmerksamkeit und Konzentration. Da werden auch schonmal Anfragen abgelehnt und die ganze Kraft ins Schnittduett gesteckt. Trotzdem leistet jeder immer nur das, was er gerade in seiner beruflichen und persönlichen Situation leisten kann.

Wir haben uns grobe Ziele gesetzt aber beide von Anfang an gesagt, dass wir uns gerade im ersten Jahr nicht unter Druck setzen möchten und das Tempo fahren, das uns möglich ist. Dazu müssen wir viel kommunizieren. Wir haben von Anfang an vieles vertraglich festgehalten, damit bestimmte berufliche Dinge geklärt sind, bevor es zu Missverständnissen kommen kann. Wir sprechen anderweitige berufliche Projekte vorher miteinander ab, so dass der andere weiß, wieviel Power in welchen Phasen ins Schnittduett fließen kann. Es gibt immer Zeiten, in denen die andere mehr macht und dann wieder weniger, weil es beruflich oder privat nicht anders geht. Und das ist auch das, was wir bei der Zusammenarbeit zu zweit schätzen. Es ist immer jemand da, die den Rücken freihält. Und auch immer eine, die sagt: Jetzt mach mal Feierabend, morgen ist auch noch ein Tag. Und wenn beide gerade nicht können, dann bleibt die Arbeit halt auch mal liegen.

Wenn Euer Tag (für einen begrenzten Zeitraum) 48 Stunden hätte, dann würdet Ihr:

Endlich mal die vollen 24 Stunden für unsere Ideen, Projekte und To-Dos verwenden um mehr und schneller in die Umsetzung zu gehen. Freizeit, Familie, Schlafen, Essen und Atmen passt ja dann in den anderen 24 Stunden.

Der Anteil selbstgnähter Teile in Eurem Kleiderschrank beträgt  wieviel Prozent?

Selmin: Ich glaube, es sind so 80% – 90%:-)

Anja: Ich denke, es sind ca 50%? Aber stetig wachsend, weil ich kaum noch etwas kaufen kann, ohne den Gedanken „Ach, mache ich selbst“.

 

Schnittmuster: Wrapped Hose, Kollektion „Wrapped“ vom Schnittduett

Material: heute mit 15% Rabatt: Popeline mit Stretchanteil 

Beim Anblick dieses Schnittmuster ist mir aufgefallen, dass es vergleichbar wenig aktuelle Rockschnitte gibt. Oder täusche ich mich? Kann eigentlich nicht sein, denn ich nähe und trage gern Röcke. Also hat rosa p. mir einen großen Gefallen getan. Und dann auch noch mit Falten! Besser hätte sie meinen Geschmack nicht treffen können.

Der Rock hat vorn wie hinten jeweils 4 Falten und erreicht daher am unterem Saum eine schöne Weite. Natürlich springen die Falten auf und erzeugen dadurch Volumen (man könnte also Angst haben, der Rock mache dick). Aber durch die schön breite Passe oben ist der Rock an der Hüfte schmal und trägt daher  nicht auf (also Trugschluss:-)).

Es gibt 2 unterschiedliche Längenvorschläge, ich habe hier die längere Version gewählt. Sie geht ein paar Zentimeter übers Knie hinweg und gefällt mir sehr gut.

Der Stoff ist eine Popeline aus Baumwolle und Viskose mit einem geringen Stretchanteil. Er hat einen dezenten Glanz und ein wenig Stand, so dass die Falten gut zur Geltung kommen. Der Stretchanteil sorgt für eine gute Passform und ein angenehmes Tragegefühl. Perfect match würde ich sagen!

Schnittmuster: Rock Nr. 1 von rosa p.

Material: Stretch Popeline aus Baumwolle und Viskose

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Ich komme gar nicht hinterher! Ich bin noch nicht einmal durch mit meiner ersten Top 5 der Nähen-Wollen-Kleider, da gibt es schon wieder neue Schnittmuster, die unbedingt ergänzt werden müssen. Aber immer schön der Reihe nach, denn dieses Kleid, der box pleat dress von The Assembly Line aus Schweden ist einige Wort und vor allem Fotos wert.

Ich erwähne es nicht zum ersten Mal, ich liebe Kellerfalten. Vorn, hinten, oben, Mitte, Seite, ganz egal. Weil auf einer Fläche etwas Dreidimensionales passiert (ich kann meine Herkunft als Architektin halt doch nicht leugnen :-)). Daher war klar, dieses Kleid muss in meinen Kleiderschrank.

Ansonsten ist der Schnitt sehr schlicht gehalten. A-Linie mit rundem Hals und kimonoartig ausgestellten Ärmeln. Es brauchte einen Stoff mit etwas Stand und dennoch natürlich nicht zu fest. Überall sieht man derzeit Glencheck Karos und auch das fällt noch genau in mein Beuteschema: schlicht und grafisch. Der Stoff besitzt eine gewisse Dehnbarkeit, die man für dieses Kleid ob der Weite nun nicht unbedingt benötigt, aber schaden tut sie auch nicht.

The Assembly Line patterns vertreiben ihre tollen Schnittmuster als Einzelgrößenschnitte. Also muss man beim Kauf bereits eine Größenentscheidung treffen. Aber da die Schnitte recht großzügig geschnitten sind, ist das im Grunde kein Problem. Dieses hier ist eine M, wobei ich genauso eine S hätte nähen können (und vielleicht auch sollen. Wobei mich die Weite nicht stört, auch eine S wäre weit gewesen und das ist ja auch so gewollt).

Auch die anderen Schnittmuster dieses Labels sind wahnsinnig schön. Eine absolute Neuentdeckung. Sprechen mich total an, fast alle. Ich scheine 100%ig ihrer Zielgruppe zu entsprechen. Auch ein schönes Gefühl! Da wird die Versuchung, mir etwas im Laden zu kaufen, immer geringer und die Bestätigung der slowfashion immer größer. Weil es nämlich auch selbstgenäht perfekt geht – auch wenn man hohe Ansprüche hat!

Schnittmuster: box pleat dress, the assembly line patterns

Material: Glencheck mit Stretchanteil

verlinkt mit: sewlala, dufürdich

Ein Mantel ist ja immer ein größeres Projekt – und nach getaner Arbeit ist Stolz angemessen. Aber es muss nicht immer komplex sein. Dieser Mantel „The Strand“ von Merchant and Mills ist ein großartiger Schnitt. Ganz schlicht und dennoch mit cleveren Details. Vielleicht gefällt er mir auch so besonders gut, weil ich vor etlichen Jahren mal einen sündhaften teuren Mantel hatte, der diesem hier sehr ähnelt? Das trifft es genau, denn vor allem bei derart prominenten Kleidungsstücken bin ich äußerst anspruchsvoll. Selbstgemachter Look geht hier gar nicht, dann ziehe ich es nicht an. Es muss alles stimmen, nicht nur die Passform, sondern auch das Material, die Details und die Verarbeitung.

Bei der Verarbeitung kann man sich entweder verkünsteln – oder man trifft auf einen schlauen Schnitt:-) Die 4 Taschen sind allesamt in die Nähte eingelassen und der Ausschnitt wird mit Beleg ganz einfach verstürzt. Dadurch kann sehr präzise gearbeitet werden. Was dazu beiträgt, dass das Ergebnis am Ende sehr professionell wirkt. Nichts ist schlimmer, als unsauber eingesetzte Taschen, an deren Ansatz sich Falten oder Knubbel ergeben. Es gibt Taschen seitlich in der leicht nach vorn gezogenen Seitennaht und nochmals kleinere Taschen von oben in der horizontalen Teilungsnaht.

Verschlossen wird der Mantel mittels kleiner unauffälliger Haken vorn, die zwischen Vorderteil und Beleg gefasst sind. Keine Verschlusslösung für den tiefsten Winter, aber perfekt für jetzt oder für kurze Wege, oder auch mal als Mantelblazer für innen. Oder mit dickem Schal – geht immer!

Genäht habe ich den Mantel aus Trench Dry Oilskin, einem geölten Baumwollstoff, dem leichteren Bruder des Dry Oilskin. Ein Material mit ein bisschen Stand, wie man sieht. Aber genau das wollte ich für den Schnitt. Damit die Form auch zum Ausdruck kommen kann. Es ist kein Innenfutter vorgesehen und damit die Kanten innen trotzdem schön sind, habe ich sie mit Schrägband versäubert.

Vielleicht nähe ich auch irgendwann noch einmal eine gefütterte Variante. Jetzt jedenfalls freue ich mich erstmal auf diesen Mantel hier!

 

Schnittmuster: Mantel „The Strand“ von Merchant and Mills

Material: Trench Dry Oilskin, Farbe Midnight (dusty petrol)

verlinkt mit: sewlala, dufürdich

 

 

 

Ich habe Euch ja eine ganze Kleiderserie versprochen und hier kommt nun die Nummer 3 (Nr. 1 war das factory dress von Merchant and Mills und  Nr. 2 mein neuer Elsen Zweiteiler von schneidernmeistern). Nummer 3 namens „Synni“ ist ebenfalls ein dehnbares Kleid und es stammt aus dem großartigen neuen Buch „Der rosa p Kleiderschrank“ von rosa p.

Das Kleid Synni ist locker und lässig geschnitten, zum Reinschlüpfen und Wohlfühlen. Ich mag ja solche Teile, in denen ich mich ohne viel Aufwand angezogen fühle. Dem Herbst geschuldet habe ich mich für einen festen Romanit entschieden und wer mich kennt, der weiß, Muster sind nicht unbedingt meins. Dafür habe ich eine Liebe zum Detail und das kann dann ruhig ein Hingucker sein. Ich muss es nicht erwähnen, der Hingucker hier ist das gestreifte Armbündchen in kontrastierenden Farben – jedoch alles herbstlich.

Das Buch umfasst 23 unterschiedliche Schnittmuster und basiert auf dem Prinzip des Mix and Match, d. h. alle Schnitte können perfekt miteinander kombiniert werden. Ich habe dieses Prinzip noch ein bisschen ausgeweitet, in dem ich auch innerhalb der Schnittmuster kombiniert habe. Denn meine Synni hat den Ausschnitt des hübschen Oberteils Frya. Außerdem habe ich erneut zu einem Detail gegriffen, das ich schon einmal bei Kleid Nr. 4 von rosa p. angewandt habe. Den Tunnelzug in der Taille. Ich experimentiere gern und war sehr gespannt, ob der Effekt auch bei schwereren Stoffen funktioniert. Und es funktioniert, oder? Besonders schön finde ich auch den unteren Saum, der nämlich eine schöne Rundung hat und hinten leicht länger ist als vorn.

Ich verkaufe ja mittlerweile sehr viele Schnittmuster in meinem Laden, aber bisher keine Bücher. Dieses Buch jedoch gefällt mir so gut, dass ich es nun auch in mein Sortiment übernommen habe. Ich mag den Stil von rosa p. sehr, unkompliziert, schlicht und dennoch schick und lässig.

Schnittmuster: Kleid Synni aus dem Buch „Der rosa p Kleiderschrank“

Material: Romanit in Aubergine (bis einschl. 28.09. mit 15% Rabatt auf alle Romanits), Bündchen von Merchant and Mills

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11 Schwestern müsst Ihr sein! Das ist das Motto der diesjährigen Elsenparty. Aber bevor ich zu den Schwestern komme, zeig ich Euch mein neues Kleid.

Ich liebe die Else schon lange. Und immer noch. Ich habe mittlerweile 7 vielgetragene Elsen im Schrank, die Neue nicht mitgerechnet. Und ich bin mir sicher, damit liege ich innerhalb der Elsenfangemeinde eher im unteren Bereich. Einmal Else, immer Else. Und dennoch ist es erstaunlich, dass einem immer wieder eine neue Variante einfällt. Natürlich motiviert das Baukastensystem von schneidernmeistern eindeutig zum Variieren und Experimentieren. Doch trotzdem muss einem ja etwas einfallen.

Es ist ein Elsenzweiteiler geworden. Ich wollte unbedingt eine gestreifte Skaterelse probieren. War mir jedoch nicht sicher, ob mir das an mir gefällt. Hatte Zweifel daran, ob der Rockansatz auf meinen Geschmack bezogen die richtige Höhe besitzen würde. Daher habe ich beide Teile zunächst separat genäht und vor allem auch zur Sicherheit länger zugeschnitten (jeweils ca. 10cm). Und siehe da, so ist es geblieben. Gleich bei der ersten Anprobe fand ich es super. Gerade auch weil beide Teile vom Stoff her so kontrastieren. Sie passen perfekt zusammen, aber zusammengenäht wirkt der Kontrast deutlich stärker. Bei schwarz und schwarz hätte ich mich womöglich anders entschieden. Und für gestreift und gestreift war ich nicht mutig genug. Wobei, als Kombi geht es auch, oder?

Genäht habe ich es aus Romanit, dem perfekten Kleidermaterial, weil Romanit einerseits dehnbar, andererseits schön fest und mit guter Rücksprungkraft gar nicht leiert. Ein bisschen Schwere besitzt das Material auch, so dass der Rock schön runter fällt und der Teller gleichzeitig schwingt, wenn ich will :-).

Habt Ihr denn schon meine Elsenschwester gefunden? Dann schaut unbedingt mal bei der lieben Sindy von Mein gewisses Etwas vorbei! Sie hat auch eine wunderschöne Else genäht und gemeinsam sind wir auf digitale Elsensafari gegangen.

So und jetzt noch zu den Hardfacts für Euch: Ab heute gibt es das neue Elsen Ebook auch bei 1000stoff und zwar bis 28.09. zum Einführungspreis von 6,65€. Außerdem 15 % auf  alle Romanitstoffe hier im Shop.

Schnittmuster: Else von Schneidernmeistern, bis 28.09. 30% Rabatt auf das Ebook

Material: Romanit gestreift und uni schwarz

Kleiderherbst! Ich habe es schon beschrieben, in stressigen Zeiten brauche ich unkomplizierte Outfits. Anziehen, fertig. Was eignet sich besser als ein Kleid? Nicht nur eine fixe Lösung morgens beim Start in den Tag. Man sieht auch gut gekleidet aus. Für den Tag im Job, aber auch für alles andere, Abholen der Kinder, Elternabend oder das Essen mit Freunden. Ich liebe Kleider. Wie gut, dass es derzeit so viele tolle Schnittmuster gibt. Im 1000stoff Kleiderherbst habe ich eine Auswahl von (zunächst) 5 Kleiderschnitten getroffen, die ich Euch der Reihe nach hier vorstellen möchte. Alte Bekannte sind auch dabei, neu interpretiert, lasst Euch überraschen.

Den Anfang bildet der factory dress, ein Schnittmuster von Merchant and Mills. Ich mag diese englischen Schnitte sehr gern, sie sind allesamt lässig und unkompliziert, jedoch mit einem gewissen Anspruch und einem besonderen Stil. Sie lassen das Material wirken.

Das Reiz des Kleids liegt im Ausschnitt und Kragen. Das Vorderteil besteht aus zwei Schnittteilen, so dass sich der Kragenbeleg sehr schön sauber einfügen kann. Die Ärmel sind umgeschlagen, der Rockteil ist mit zwei kleinen Falten vorn angesetzt, ansonsten fällt der Rock gerade nach unten. Die aufgesetzte Brusttasche habe ich weggelassen (mag ich grundsätzlich nicht so gern an mir).

Ich habe einen schön weichen Denim Tencel gewählt. Ein Tencel mit Jeansstruktur und Farbe, die Webstruktur ist fein, die Oberfläche glatt und er hat einen ganz dezenten Glanz. Eine super Mischung aus lässig und edel. Der Fall ist perfekt für Kleider oder auch Blusen und Hemden. Sollte es dann doch irgendwann einmal kälter werden, dann kann man gut noch ein Longsleeve darunter tragen.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Kleiderherbst Serie – weiter geht es aus gegebenem Anlass gleich am kommenden Samstag. Freut Euch schon einmal, denn das wird ´ne Party mit Give away :-)

 

Schnittmuster: factory dress von Merchant and Mills

Material: Denim Tencel von Merchant and Mills

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Aufregende Zeiten. Meine Tage bräuchte derzeit mindestens 48h oder mehr. Vor wenigen Tagen ist diese neue Webseite online gegangen, das ist der allererste Blogpost, den ich sozusagen live hier verfasse. Dazu gleichzeitig der eigene Onlineshop, hinter den Kulissen ist allerhand passiert in der letzten Zeit! Und natürlich ist noch nichts perfekt, mir fallen 1000 Details ein, die noch fehlen, Stoffe, die noch eingepflegt werden wollen oder Kleinigkeiten, die ich gern ändern würde. Aber es ist dennoch erstmal geschafft!

Dafür habe ich kaum genäht, die Maschine stand fast 6 Wochen still. Ok, auch ferienbedingt, aber trotzdem der absolute Ausnahmezustand. Und gestern habe ich es nicht mehr ausgehalten. Vollkommen unvernünftigerweise habe ich diese Bluse genäht. Anstatt mich um die Webdetails zu kümmern. Aber es ging nicht anders. Und ich liebe sie schon jetzt.

Es ist die #sydneybluse, das neue Schnittmuster von ellepuls. Genau mein Stil. Schlicht und geradlinig. Und clever mit der Kragenlösung, bzw. eben genau ohne Kragen.

Der vordere Ausschnitt wird als schmaler Schlitz mit einem Beleg verstürzt. Hinten gibt es eine schlanke Kellerfalte. Der untere Abschluss mit Bogen vorn und hinten. Einfach wunderschön. Nur die Taschen auf der Brust habe ich weggelassen. Ich habe kein einziges Kleidungsstück mit Brusttaschen in meinem Kleiderschrank, das mag ich nicht an mir.

Der Stoff ist ein wunderschöner Baumwollsatin aus der schwarzen Serie von Nani Iro. Mit ganz dezentem Glanz in der Oberfläche und dem perfekten Fall für derartige Oberteile. Weil der Stoff recht leicht ist, habe ich die Bügeleinlage weggelassen (ich hatte Sorge, dass die Verstärkung aufträgt). Ich denke, das war genau die richtige Entscheidung in diesem Fall.

Zu allem Überfluss (in all der Zeitnot) gab es heute Komplikationen beim Fotografieren (die Kamera war nicht auffindbar), so dass ich mich erstmal nur notdürftig von meinen Kindern knipsen lassen konnte. Wenn es morgen klappt, dann ergänze ich das Bildmaterial noch. Oder ich nähe mir lieber noch eine Sydney? Wenn ich gerade sturmfrei hätte, dann wäre die Entscheidung schon getroffen :-))

Schnittmuster: Sydneybluse von ellepuls

Material: Baumwollsatin von Nani Iro, 1000stoff

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