Langsam bekommt man Lust auf Herbstgarderobe, geht Euch das auch so? Ich taste mich langsam ran und starte dieses Jahr mit zwei Lieblingen von mir, dem Rock Nr. 1 von rosa p. und dem Sweater Frau Mona vom studioschnittreif. Beide Teile habe ich schon mehr als einmal (räusper…) im Kleiderschrank, viel geliebt und viel getragen.

Den Rock gibt es im Schnittmuster bereits in 2 unterschiedlichen Längen, ich habe eine dritte Variante hinzugefügt… Midi. Habe ich neulich an einer Freundin gesehen und hat mich sofort angesprochen. In Zusammenhang mit dem breiten Bund gefällt mir diese längere Version ziemlich gut. Geht natürlich hier auch super mit dem Fall der stone washed Viskose zusammen. Dieser Stoff (einer meiner Liebsten) hat eine angenehme Schwere und gleichzeitig trotzdem Volumen. Das passt perfekt, der Rock steht weder ab, noch fällt er einfach runter.

Das Shirt habe ich aus Modal Scuba genäht. Scuba zeichnet sich ja durch ein gewisses Volumen aus, aber durch das Modal ergibt sich eine schöne Geschmeidigkeit. Dieser Sweater wird ja häufig mit farblich abgesetzten Ärmeln genäht. Ich wollte auch Zweifarbigkeit einsetzen, jedoch anders und habe mich für einen Kontrast zwischen vorn und hinten entschieden. Und zwar nicht, wie gewöhnlich, vorn hell und hinten dunkel, sondern anders herum.

Auch das gefällt mir gut, das Oberteil ist ganz leicht und trägt sich bei diesen Temperaturen wahnsinnig angenehm. Vermutlich ziehe ich es die ganze Woche nicht aus :-).

Bei dieser Gelegenheit möchte ich übrigens nicht unerwähnt lassen, dass Ihr die Schnitte von rosa p. jetzt auch als ebooks bei mir im Shop bestellen könnt. Darüber freue ich mich sehr! Schließlich bin ich schon oft besonders nach diesem Rock gefragt worden – eigentlich immer, wenn ich einen meiner 3 Exemplare trage…

Schnittmuster: Sweater Frau Mona von studioschnittreif & Rock Nr.1 von rosa p.

Material: Modal Scuba, Viskose stone washed Terracotta

verlinkt mit: sewlala

 

Thema der vernetzen Garderobe in diesem Monat waren Oberteile. Sommerliches zum Kombinieren, unkompliziert und lässig. Eigentlich hatte ich etwas blusenartiges im Auge, ein wenig schicker und hatte auch schon etliche Schnittmuster in der engeren Wahl. Doch dann kann die Hitze. Und mit ihr die Erkenntnis, dass Lang- oder auch nur Kurzarm momentan einfach zu viel wäre. Also Planänderung :-) Dazu der liebe Besuch von Emilea und Kaschme bei mir im Laden und ihre schöne Stoffauswahl für Frau Maya. Plötzlich war es klar, Frau Maya wird auch mein Sommerschnitt 2019!

Hier die erste Frau Maya aus wunderschönem Nani Iro Double Gauze. Eine liebe Kundin wird jetzt möglicherweise schmunzeln, denn wir haben noch am Tag vorher über die vernetzte Garderobe und einen ganz anderen Schnitt zu diesem Stoff gesprochen. Ich war schon zu 95% entschieden, aber irgendwie fehlte noch der letzte Kick. (Oder? Vielleicht liest Du das hier ja…)

Das Teil ist superfix genäht, am längsten dauert das Bügeln der Bindebänder :-). Diese werden dann einfach zwischen das jeweilige Vorder-, bzw. Rückenteil und den Beleg gefasst. Dadurch gibt es kein lästiges Einfassen der Stoffkanten mit Schrägband und trotzdem sehen die Abschlüsse mega professionell aus.

Was mir ebenfalls besonders gut gefällt ist, dass man trotz der weiten Ausschnitte vorn sowie hinten und der fast Spaghettiträger ohne Weiteres unsichtbar einen BH darunter tragen kann. Also war klar, bei einer Maya bleibt es nicht. Eine Zweite aus Tencel wurde fast gleichzeitig fertig und ist vom Tragekomfort und Fall ebenfalls ein Traum.

Ich könnte beliebig fortfahren, noch eine helle Variante und vielleicht eine gemusterte? Trägt sich gut zu Röcken, aber auch Hosen, perfekt. So lässt sich die Hitze ertragen. Ich liebe den Sommer, kann gut mit Wärme umgehen, aber trotzdem machen mir diese Temperaturen und die einhergehende Trockenheit ernsthaft Sorgen. Aber das ist ein anderes Thema…

Jetzt bin ich aber auch sehr gespannt auf die Wahl von Sindy, die ich mir gleich bei Mein gewisses Etwas ansehen werde. Sie hat ja eine regelrechte Schnittrecherche zu allen möglichen Sommeroberteilen betrieben. Je nach Zeitbudget werde ich mir da vielleicht auch noch das ein oder andere Teil aussuchen!

Schnittmuster: Frau Maya von Studioschnittreif

Material: Tencel Twill und Double Gauze von Nani Iro

Klammheimlich entwickle ich eine große Liebe zu Sewalongs. Gemeinsames Nähen obwohl man nicht zusammen ist? Klappt trotzdem! Man kann quer schauen und bekommt eine ganze Reihe Anregungen, von den Tipps an den kniffeligen Stellen (über die alle anderen ja auch stolpern ;-))  ganz zu schweigen. Außerdem entsteht eine gewisse Dynamik und das beschleunigt den Erfolg. Gut!

#nordsüdmeta war eine Initiative von Kreamino und Ännisews (ihre Nord-Süd-Reihe ist ja schon fast legendär) und ich durfte dieses Mal exklusive Stoffpartnerin sein. Frau Meta ist ein noch fast brandneues Sommerkleid vom Studioschnittreif. Gerade geschnitten mit Kimonocharakter. Das liegt an Ärmeln und breitem Bindegürtel. Ausnahmsweise zeige ich Euch das Kleid auch kurz im „Original“:

Denn ich habe die angesetzten Ärmel weggelassen und das verändert das Kleid doch ein wenig. Es war gar nicht geplant, denn ich mag die Ärmel eigentlich. Aber durch die eingefügte Paspel gab es einen so schönen Abschuss, dass ich es so lassen musste. Der Stoff ist ein Leinen Viskose Gemisch mit einem gewaschenen Look, ganz schlicht aber lässig. Als Kontrast habe ich mich für eine terracottafarbene Paspel entschieden, die sich am Hals, den Armen und am Bindegürtel wiederfindet.

Ich liebe Paspeln und hatte vielleicht vor 1-2 Jahren schon einmal eine große Paspelphase. Nach längerer Pause habe ich vor Kurzem ein tolles Kleid einer Kundin mit Neonpaspel von mir gesehen, das hat mich erneut inspiriert. Das Besondere an diesen Paspeln ist, dass sie ganz geschmeidig fallen und den Stoff nicht versteifen. Sonst wäre der Einsatz z. B. am Bindegürtel nicht so ideal gewesen.

Am Halsauschnitt habe ich den Beleg weggelassen, da auch hier der Abschluss mit der Paspel schon schön genug war. Ein Beleg wäre doppelgemoppelt und hätte vermutlich nur unnötig aufgetragen.

Kurzum, ich bin sehr glücklich mit meiner Meta und bin sicher, dass sie einer meines Sommerlieblingsteile wird. Schlicht und dennoch besonders. Für Job und Freizeit und Ferien. Sieht übrigens auch ohne den Gürtel getragen gut aus – das habe ich vergessen zu fotografieren, das müsst Ihr mir einfach so glauben.

Ich danke Ännisews und Kreamino sehr für die Anregung und freue mich schon auf weitere Sewalongs quer durch die Republik!

 

Schnittmuster: Frau Meta vom Studioschnittreif

Material: Leinen Viskose Webstoff und japanische Paspel

 

Zur Zeit redet jeder über Tencel. Tencel ist wunderschön, geschmeidig, samtig, mit fließendem Fall und mega angenehm zu tragen. So viel steht fest. Aber was genau ist Tencel überhaupt? Wofür eignet es sich und was ist der Unterschied zu Modal und Lyocell? So viele Fragen. Ich versuche einfach mal, Euch in diesem Blogpost zumindest einige davon zu beantworten.

Frau Pina wird mir helfen. Frau Pina ist ein relativ neuer Blusenschnitt von studioschnittreif. Ganz schlicht, aber mit einem sehr schönen Detail, nämlich einem Knoten vorne links. Damit dieser nicht total aufträgt, muss der Stoff schön fließend sein und weich fallen. So wie Tencel eben.

Tencel, Modal und Lyocell werden oft in einem Atemzug genannt und das ist auch in Ordnung so, denn im Wesentlichen handelt es sich um das genau das gleiche. Tencel ist lediglich ein geschützter Begriff der Firma Lenzing und darf also nur von von Lenzing zertifizierten Stoffen getragen werden. Die Stoffe werden aus Cellulose (=Holz), also aus erneuerbaren Ressourcen / Wäldern hergestellt, z. B. oft aus Birkenholz. Hier kann sehr nachhaltig und durchaus auch regional produziert werden. Der Verarbeitungsprozess vom Baum zum Stoff erfolgt (bei Lenzing) in einem geschlossenen Kreislauf, auch das ist ökologisch betrachtet sehr gut, so dass die Umweltbilanz der Tencelfamilie viel besser ist als z. B. von Baumwolle.

Die Materialeigenschaften habe ich oben schon ein wenig beschrieben. Aber es gibt noch weitere Vorteile: Tencel / Modal hat einen guten Feuchtigkeitshaushalt. Feuchtigkeit kann sehr gut aufgenommen, aber auch wieder abgegeben werden. Dadurch trägt sich der Stoff auch bei Hitze oder Sport extrem angenehm. Er wirkt kühl und trocken.

Genau wie Baumwolle gibt es Modal entweder gewebt oder gestrickt, also als Webstoff oder elastisch als Jersey. Wegen des fließenden Falls eignen sie sich perfekt für viele Kleidungsstücke wie Blusen, Shirts, Kleider, aber auch Hosen, Sportbekleidung oder Nachtwäsche. Ich zeige Euch einfach noch zwei weitere Beispiele von Projekten, die im letzten Sommer aus Tencel genäht habe.

Hier mein heißbeliebtes Hotsummerdress von schneidernmeistern aus Tencel Twill Webstoff.

Oder hier ein Shirt aus Modaljersey, vorn gesteift und hinten mit dem tollen Modaljersey Piqué, den ich auch so sehr liebe.

Konnte ich ein wenig Klarheit schaffen? Ich empfinde es immer als eine große Herausforderung, Euch in Worten und Bildern, bzw. manchmal ja auch den Storys auf Instagram, die Stoffe aus meinem Shop möglichst genau und repräsentativ zu beschreiben. Das ist gar nicht so einfach! Von daher freue ich mich wirklich jedes Mal, wenn ich positives Feedback von Euch erhalte und merke, dass die Beispiele und Beiträge gut bei Euch ankommen. So, und jetzt an die Planung für die nächsten Projekte…

 

Schnittmuster: Frau Pina von studioschnittreif

Material: Tencel Lyocell jeansblau

verlinkt mit: sewlala und Du für Dich

 

Manchmal werden Projekte überraschenderweise besser als erwartet, manchmal natürlich auch enttäuschender. Und dann gibt es noch die Projekte, die genau so werden, wie man es sich vorgestellt hat. Diese Frau Isa von fritzischnittreif ist so ein Teil. Genau so einen Sweater wollte ich.

Lässig für kühle Momente in der warmen Jahreszeit. Oversized, damit man ihn schnell mal überwerfen kann, auch über weitere Kleider und Shirts. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Da ich gerade so auf Streifen stehe, musste es dieser gestreifte Romanit in schwarz weiß sein. Romanit ist ein Strickstoff auf Viskosebasis, also zwar schwer, aber auch nicht zu warm. Das Material bringt einen gewissen Stand mit sich, perfekt für den oversized Effekt.

Am Halsausschnitt habe ich ein wenig mit der Streifenrichtung gespielt. Quer gegen längs, wobei das Schnittteil des Kragens im Radius zugeschnitten wird, so dass die Streifen in der Rückenansicht des Belegs wieder parallel verlaufen. Und Streifen zu Streifen? Gefällt mir sogar auch sehr gut. Sommerlicher geht es kaum….

 

Schnittmuster: Frau Isa von fritzischnittreif

Material: Romanit schwarz mit weißen Streifen, 1000stoff

verlinkt mit: sewlala