Hier ist die zauberhafte Denham Jacke von @frau.a.w.! Wir sind einfach begeistert, denn jeder, der Annika kennt, weiß, dass dieses Stück perfekt zu ihrem Stil passt! Sie hat dafür einen Designerleftover Double Layer verwendet, aber auch Oilskin, Baumwolltwill, Canvas oder Denim eignen sich hervorragend. Unten findet ihr konkrete Empfehlungen! Diese zweireihig geknöpfte Jacke mit dem großen Reverskragen kann nach Belieben gefüttert oder ungefüttert genäht werden.

An den Seiten befinden sich schräg eingearbeitete Taschen mit Klappen. Annika hat entschieden, die Knöpfe an den Taschenklappen sowie jeweils einen zweiten Knopf an den Ärmeln wegzulassen. Ansonsten hat sie am Schnitt keine weiteren Veränderungen vorgenommen.

Diese Jacke scheint genau das Richtige für den Wechsel zwischen den Jahreszeiten zu sein! Das Design von Merchant & Mills wurde angeblich von alten Bergsteigerjacken aus Österreich inspiriert. Vielleicht sollte ich mir auch eine zum Wandern nähen? Ach nein, viel zu schade und viel zu schön! Ich würde sie wahrscheinlich jeden Tag tragen wollen!

Schnittmuster von Merchant & Mills: The Denham

Stoffe: Der schöne Double Layer von Annika war verständlicherweise sofort ausverkauft. Hier sind tolle Alternativen, die aus meiner Sicht ganz besonders gut geeignet sind: Designerleftover Trench beschichtet in Jeansblau oder in BordeauxDry Oilskin ist ebenfalls prima geeignet, da ist die Farbauswahl groß!

 

Iris, alias @s_p_r_i_n_g_i auf Instagram, besitzt ein irrsinnig gutes Gespür für geschmackvolle Kombinationen und Details. Sie hat das Kleid The Cawley aus einem Jeanschambray genäht. Und wer Iris kennt weiß, dass sie seit der Entdeckung des Dry Oilskins und der Jack Tar Bag vor einigen Jahren auch eine begeisterte Taschennäherin ist! Daher ist sie kaum noch ohne Taschen zu sehen! Für die Blogtour hat sie zusätzlich zwei Taschen genäht – The Factotum in Dry Oilskin Magenta und The Jack Tar in Dry Oilskin Lapis. Aber erst mal zu The Cawley:

 

The Cawley ist ein Schnittmuster in Kooperation mit dem Cawley Design Studio, London. Ein optisch schlichtes Kleid mit Knopfleiste, seitlich gesetzten Brusttaschen vorne und eingekräuselter Passe am Rückenteil. Auch wenn es auf den ersten Blick recht schlicht wirkt, sollte bei diesem Kleid etwas Näherfahrung vorhanden sein. Die gut bebilderte Anleitung begleitet aber Schritt für Schritt gut durch das Schnittmuster.

Geeignete Stoffe: leichte bis mittelschwere Webstoffe, z. B. Baumwolle, Leinen, Chambray, Popeline, Tencel, Double Gauze, Flanell, Feincord, leichte Wolle, etc.

Und hier sind die Taschen von Iris – The Factotum und The Jack Tar jeweils in Dry Oilskin Lapis. Die Factotum ist eine kleine aber geräumige Umhängetasche. Sie ist komplett gefüttert mit zwei Vordertaschen und einem Reißverschluss. Das Gurtband ist durch Schieber in der Länge verstellbar.

Die Jack Tar ist eine sehr praktische, großzügige Beuteltasche, komplett gefüttert mit drei Innentaschen. Wahlweise kann auch noch eine Außentasche angebracht werden.

Schnittmuster von Merchant & Mills: The Cawley, The Factotum, The Jack Tar

Stoffe: Der Jeans-Chambray ist leider nicht vorrätig, aber HIER findest du passende Stoffe zu The Cawley und HIER geht’s zu den Dry Oilskins.

Taschen: Alle unsere Nähpakete findest du HIER

 

 

 

Jaqueline von @ringelotte hat sich für die Blogtour eine Jacke ausgesucht. Das Schnittmuster The Sanda kann als oversized Jacke oder Mantel genäht werden. Jaqueline hat die Jacke in Größe 10 aus einem dunklen Designerleftover Denim genäht und mit einem leichten Baumwollstoff gefüttert. Außer einer zusätzlichen Innentasche und einem kleinen Aufhänger hat sie keine Änderungen vorgenommen. Die Jacke passt perfekt und sieht mit dem dunklen Jeansstoff großartig aus!

@ringelotte schreibt: „Die englischen Anleitungen sind sehr ausführlich und gut bebildert. Ich habe zum ersten Mal eine Jacke richtig gefüttert und hatte keinerlei Probleme. Ich bin eine Anleitungs- Näherin;) und das klappt hier bestens. Sanda zu nähen war eine Freude.“ Insgesamt, so die Rückmeldungen, sind die Anleitungen von Merchant & Mills sehr ausführlich und gut bebildert. Dass die Beschreibungen auf Englisch sind, sollte daher kein Hindernis sein!

Geeignete Stoffe für The Sanda neben Denim oder Jeans, sind Dry Oilskin, schwerere Leinen, Cord, Wolle, Baumwoll Canvas, Twill, etc. Alles in allem, eignet sich The Sanda für eine Vielzahl von Stoffen. Das Schnittmuster funktioniert sowohl mit weicheren Stoffen als auch mit Oilskins oder festen Denims oder Canvasstoffen.

 

Danke, liebe Jaqueline @ringelotte für deine Teilnahme!

Schnittmuster: The Sanda von Merchant & Mills

Stoffe: Designerleftover Denim Dark Indigo

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schnitte von Merchant & Mills sind absolut zeitlos und ich wünschte, ich könnte sie alle nähen! Viele davon habe ich auch tatsächlich schon umgesetzt und ich trage sie unglaublich gerne. Sie sind schlicht und lässig, aber dennoch ganz besonders. Da es mittlerweile so viele wunderschöne Schnittmuster gibt und in letzter Zeit auch ein paar neue hinzugekommen sind, haben wir einige Bloggerinnen auf Instagram eingeladen, eine Auswahl zu treffen und diese mit unseren Stoffen umzusetzen. Adina von @adinskausminsk hat den Auftakt gemacht und mit The Ellsworth und The Eve Trousers zwei wunderschöne Kleidungsstücke genäht.

The Ellsworth hat Adina in Größe 6 mit einem Ikat Polka Indian Cotton genäht, ein Baumwoll-Stoff, der exklusiv für Merchant & Mills in Indien per Hand produziert wird. Der Stoff ist leicht und besitzt wenig Stand, daher hervorragend geeignet für luftige Shirts, Hemden, aber auch Kleider und weite, luftige Hosen.

Die Hose hat Adina in Gr. 10 aus einem Designerleftover „Leinen Dark Navy“ genäht. Ein eher schwer fallender Leinenstoff, dicht gewebt mit glatter Oberfläche und edlem Glanz. Super für Hosen und Blazer aber weniger geeignet für fließende Röcke oder Kleider. Die Falten im Vorderbereich der Hose hat Adina 5 cm abgesteppt, um ein zu starkes Aufklappen zu verhindern.

Jetzt bleibt eigentlich nur die Frage, was nähe ich zuerst? Bluse oder Hose…?

Danke, Adina @adinskausminsk für deine tollen Beiträge!

 

Schnittmuster von Merchant & Mills: The Ellsworth, The Eve Trousers

Stoffe: Ikat Polka Indian Cotton von Merchant & Mills, Designerleftover Leinen Dark Navy

 

Manchmal bin ich Perfektionistin. Nicht immer – zum Glück. Aber manchmal kommt die Architektin in mir durch und dann lassen mir ungelöste Details keine Ruhe bis ich sie bewältigt habe. So war es bei dieser Hüft- oder Crossbodybag, dem tollen kostenlosen Schnittmuster der Initiative Handarbeit. Nach der ersten Tasche musste eine zweite her, sonst wäre ich bis ans Ende des Lebens unglücklich gewesen:-))

Es passt alles, die Größe, das Material, alles ist super erklärt. Aber mich störte total, dass der Futterstoff nachträglich per Hand in die Tasche eingenäht werden soll. Ok, hab ich gemacht, kam mir aber vor wie im Handarbeitsunterricht der 5. Klasse. Nicht, dass ich über 5. Klässler oder Handarbeitsunterricht  herziehen will, auf keinen Fall. Aber es war klar, das muss auch schlauer gehen. Tut es auch. Obwohl ich zugeben muss, dass sich das „wie“ in einer verbalen Anleitung wirklich schwer formulieren lässt. Vermutlich ist das der Grund, weswegen die Initiative Handarbeit die Erklärung an dieser Stelle vereinfacht hat. Fair enough.

Und dann habe ich beim ersten richtigen Einsatz auf einer mehrtägigen Radtour mit der Familie gemerkt, welche Features ich zusätzlich brauche. Auf solchen Touren bin ich nämlich diejenige, die alles für alle (5) bei sich und griffbereit hat. Geld, Telefon, Schlüssel, Pflaster, Lippenpflegestift, Kopfschmerztablette. Passt alles rein, „Mach Dein Ding“ ist groß genug. Aber ich brauche noch eine Innentasche. Und einen Schlüsselkarabiner, sonst habe ich Sorge, dass ich ihn verliere beim Kramen.

Also habe ich nicht nur das Futter gleich integriert, sondern auch noch eine Innentasche mit Reißverschluss eingefügt. Ein Bändchen für den Schlüssel auch.

Ich gebe zu, das Einsetzen der Seitenteile ist auch nicht ganz ohne… Fällt in die Kategorie „man muss präzise arbeiten, aber gleichzeitig auch mal Fünf gerade sein lassen können“….  Aber da muss man durch und wer genau hinsieht, der entdeckt auch meine Problemstrecken. Aber irgendwie stört mich das in diesem Fall gar nicht. So viel zur Perfektion!

Schnittmuster: Mach Dein Ding 2019, kostenlos zum Download bei der Initiative Handarbeit

Material: Dry Oilskin in grau, Canvas von Kokka, RV metallisiert und Gurtband von Merchant and Mills

Immerzu näht man sich Kleidungsstücke für drinnen und wenn man dann raus geht, weiß man nicht was man anziehen soll. Klar habe ich Mäntel und Jacken, aber ein sportliches Teil für die Übergangszeit hat mir gefehlt. Eines, das nicht zu warm, dennoch ein wenig wind- und wetterfest ist, gut aufs Fahrrad und trotzdem nicht gleich so ein Funktionsgerät ist. Mit Kapuze und trotzdem schick, diese Beschreibung trifft es ganz gut.

Also passte es perfekt, dass Sindy von Mein gewisses Etwas auch etwas Jackenähnliches braucht und schon war das gemeinsame Thema für die vernetzte Garderobe gefunden. Die Landgate Jacke von Merchant and Mills hat mich schon immer gereizt. Vielleicht weil einer meiner früheren Freunde mal eine ähnliche Jacke hatte? Mag sein, dass ein bisschen Nostalgie dabei war, denn eigentlich sind Jacken mit durchgängigem Reißverschluss möglicherweise praktischer. Diese ist eine Schlupfjacke und man hat sie entweder an oder nicht, denn offen lassen geht in dem Sinne nicht. Aber das stört mich nicht, im Gegenteil, ich mag diese geschlossene Frontansicht sehr.

Ich habe mich insgesamt für die schlichteste aller Varianten entschieden. Keine aufsetzten Taschen und den Tunnel in der Kapuze habe ich zwar genäht, aber noch kein Band eingezogen, denn ich mag es reduziert und zuziehen auf dem Rad schränkt mein Blickfeld zu sehr ein.

Das Material ist natürlich Dry Oilskin, denn das wetterfeste war mir schon sehr wichtig und dieser Stoff ist durch den Wachsauftrag wasserabweisend. Es näht sich vollkommen unkompliziert und sehr präzise, faltet sich an den Nähten sehr flach zusammen und braucht nur beim Nähen etwas mehr Platz, da er sich zwar gut falten aber nicht so gut knautschen lässt. Und man muss sich bei den sichtbaren Steppnähten etwas konzentrieren, denn ich bilde mir ein, dass man Ungenauigkeiten hier stärker sieht als bei anderen Stoffen.

Merchant and Mills konzipiert seine Schnittmuster ja grundsätzlich bereits mit Nahtzugabe – und zwar 1,5cm. Das ist mehr, als ich normalerweise wähle und hat mich an einer entscheidenden Stelle auch fast zur Weißglut gebracht. Vorn gibt es eine gebogenen „Raglannaht“, die nicht klappen will, wenn man die Nahtzugabe intuitiv verkleinert. Mann, habe ich geflucht! Nach 3 Mal auftrennen habe ich die Nahtzugabe hier vor dem Nähen eingekürzt, damit ich nicht zum 4. Mal den gleichen Fehler mache und dann hat es geklappt.

Aber jetzt schaut Euch unbedingt auch Sindy neue Jacke an – auch aufwendige Projekte sind toll und am Ende ist die Befriedigung des fertigen Produkts noch viel schöner als bei schnelleren Klamotten :-)

 

Schnittmuster: The Landgate, Merchant and Mills

Material: Dry Oilskin und Metallreißverschluss, 20cm

verlinkt mit: sewlala

Ab und zu schlägt mein Architektenherz durch und ich muss Varianten probieren, Schnitte ändern, Details dazu erfinden. So auch kurz vor Weihnachten, als ich die erste dieser Field Belt Täschchen ohne Gürtel, aber auch vor allem ohne Riemen genäht habe. Der Riemen ist toll, aber für den schnellen Gebrauch recht umständlich. Also Austausch durch Loxxknopf, aber das geht ja gar nicht so einfach, wenn man den Schnitt ansonsten beibehalten will. Ok, man hätte auch umdisponieren können, aber wenn einen schon mal der Ehrgeiz packt, dann muss man eben ein wenig denken vor dem Nähen :-)

Das Schnittmuster habe ich nicht verändert. Also klar, ich habe den Tunnel für den Gürtel weggelassen, aber den könnte man auch genauso beibehalten. Ich habe lediglich die eine Seite verlängert, damit der Loxx- oder Druckknopf sinnvoll angebracht werden kann. Außerdem habe ich der Gestaltung wegen zwei unterschiedliche Seiten gewählt, aber es funktioniert natürlich auch mit einem einheitlichen Außenstoff.

Eine Seite des Außenstoffs (in meinem Fall der Dry Oilskin Storm) wird einfach 10cm länger zugeschnitten (Bild 1). Ansonsten alle Maße unverändert. Diese 10cm markiere ich dann (auf der linken Stoffseite, in meinem Fall egal) entsprechend um die Länge der Foldline (zum Umklappen des Außenstoffs) nach innen und teile sie in 2x 5cm ein (Bild 2).

Ich falte den Stoff an der Mittellinie (Bild 3) rechts auf rechts (in meinem Fall egal), stecke ihn fest und steppe ihn von genau der Markierung mit leicht gerundeter Ecke einmal ringsherum bis genau zur anderen Markierung zusammen. An der Bruchkante wird sehr schmal abgesteppt (Bild 4).

Die Nahtzugabe wird präzise eingeknipst (Bild 5 und 6) und der Stoff gewendet. Die runden Ecken schön rausarbeiten :-).

Nun auseinanderklappen, so dass die Gesamtgröße des Stücks der Größe des anderen Außenstoffteils entspricht (Bild 7 und 8) und diese rechts auf rechts aufeinanderstecken und steppen. Von nun an eigentlich genauso weiter, wie auch die field belt Anleitung es vorgibt.

Beim Wenden sieht man, dass sich eine sehr saubere Dreieckslösung ergeben hat und die eingefügte Klappe wunderbar an die kurze Seite anschließt.

In die Klappe den Loxxknopf rein, das Gegenstück entsprechend und schon ist das kleine Täschchen fertig.

Viel Spaß beim Nachnähen!

 

Material: Dry Oilskin Storm, Double Face Canvas von Kokka, Loxxknopf

Schnittmuster: field belt von Merchant and Mills

verlinkt mit: Du für Dich am Donnerstag

Es gibt immer wieder neue Ideen. Immer immer wieder. Und damit auch immer wieder neue Schnittmuster und neue Projekte. So auch dieser einfache Rucksack, der costermonger, ein neues Schnittmuster von Merchant and Mills aus England. Ein schnelles und relativ einfaches Accessoire, das durch clevere Details sehr professionell und schick daherkommt.

Genäht aus Dry Oilskin besitzt der Rucksack auch ohne Vlieseline und Futter eine definierte Form und Stabilität. Ich liebe dieses Material ja eh. Einerseits natürlich Stoff, geölter Canvas, andererseits hat es in der Haptik auch etwas von Papier. Auch im Faltenwurf und Knickverhalten. Lässt sich extrem präzise verarbeiten, auch wenn mehrere Lagen übereinander liegen.

Dazu kommt das Hardware Kit mit dem nötigen Zubehör, also den Lederriemen, den Nieten und den Doppelringen, durch die die Lederriemen geführt werden. Es entsteht ein sehr wertiges Teil, das gerade durch die Reduktion der Details wirkt.

Der obere Abschluss funktioniert ganz ohne Verschluss, der Rucksack schießt sich quasi selbst und kann während des Tragens auch nicht geöffnet werden. Auch clever. Wenngleich es natürlich kein Rucksack für längere Wanderungen oder schwerere Einkäufe ist. Soll er aber auch gar nicht sein. Es ist ein Begleiter für die täglichen Dinge, die man immer so dabei hat. So wie andere Leute ihre Stoffbeutel auf dem Rücken tragen. Nur schicker :-)

P.S.: costermonger bedeutet übrigens Straßenhändler…

 

Schnittmuster: costermonger von Merchant and Mills

Material: Dry Oilskin und costermonger Hardware Kit

verlinkt mit: sewlala, dufürdich

Ein Mantel ist ja immer ein größeres Projekt – und nach getaner Arbeit ist Stolz angemessen. Aber es muss nicht immer komplex sein. Dieser Mantel „The Strand“ von Merchant and Mills ist ein großartiger Schnitt. Ganz schlicht und dennoch mit cleveren Details. Vielleicht gefällt er mir auch so besonders gut, weil ich vor etlichen Jahren mal einen sündhaften teuren Mantel hatte, der diesem hier sehr ähnelt? Das trifft es genau, denn vor allem bei derart prominenten Kleidungsstücken bin ich äußerst anspruchsvoll. Selbstgemachter Look geht hier gar nicht, dann ziehe ich es nicht an. Es muss alles stimmen, nicht nur die Passform, sondern auch das Material, die Details und die Verarbeitung.

Bei der Verarbeitung kann man sich entweder verkünsteln – oder man trifft auf einen schlauen Schnitt:-) Die 4 Taschen sind allesamt in die Nähte eingelassen und der Ausschnitt wird mit Beleg ganz einfach verstürzt. Dadurch kann sehr präzise gearbeitet werden. Was dazu beiträgt, dass das Ergebnis am Ende sehr professionell wirkt. Nichts ist schlimmer, als unsauber eingesetzte Taschen, an deren Ansatz sich Falten oder Knubbel ergeben. Es gibt Taschen seitlich in der leicht nach vorn gezogenen Seitennaht und nochmals kleinere Taschen von oben in der horizontalen Teilungsnaht.

Verschlossen wird der Mantel mittels kleiner unauffälliger Haken vorn, die zwischen Vorderteil und Beleg gefasst sind. Keine Verschlusslösung für den tiefsten Winter, aber perfekt für jetzt oder für kurze Wege, oder auch mal als Mantelblazer für innen. Oder mit dickem Schal – geht immer!

Genäht habe ich den Mantel aus Trench Dry Oilskin, einem geölten Baumwollstoff, dem leichteren Bruder des Dry Oilskin. Ein Material mit ein bisschen Stand, wie man sieht. Aber genau das wollte ich für den Schnitt. Damit die Form auch zum Ausdruck kommen kann. Es ist kein Innenfutter vorgesehen und damit die Kanten innen trotzdem schön sind, habe ich sie mit Schrägband versäubert.

Vielleicht nähe ich auch irgendwann noch einmal eine gefütterte Variante. Jetzt jedenfalls freue ich mich erstmal auf diesen Mantel hier!

 

Schnittmuster: Mantel „The Strand“ von Merchant and Mills

Material: Trench Dry Oilskin, Farbe Midnight (dusty petrol)

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Kleiderherbst! Ich habe es schon beschrieben, in stressigen Zeiten brauche ich unkomplizierte Outfits. Anziehen, fertig. Was eignet sich besser als ein Kleid? Nicht nur eine fixe Lösung morgens beim Start in den Tag. Man sieht auch gut gekleidet aus. Für den Tag im Job, aber auch für alles andere, Abholen der Kinder, Elternabend oder das Essen mit Freunden. Ich liebe Kleider. Wie gut, dass es derzeit so viele tolle Schnittmuster gibt. Im 1000stoff Kleiderherbst habe ich eine Auswahl von (zunächst) 5 Kleiderschnitten getroffen, die ich Euch der Reihe nach hier vorstellen möchte. Alte Bekannte sind auch dabei, neu interpretiert, lasst Euch überraschen.

Den Anfang bildet der factory dress, ein Schnittmuster von Merchant and Mills. Ich mag diese englischen Schnitte sehr gern, sie sind allesamt lässig und unkompliziert, jedoch mit einem gewissen Anspruch und einem besonderen Stil. Sie lassen das Material wirken.

Das Reiz des Kleids liegt im Ausschnitt und Kragen. Das Vorderteil besteht aus zwei Schnittteilen, so dass sich der Kragenbeleg sehr schön sauber einfügen kann. Die Ärmel sind umgeschlagen, der Rockteil ist mit zwei kleinen Falten vorn angesetzt, ansonsten fällt der Rock gerade nach unten. Die aufgesetzte Brusttasche habe ich weggelassen (mag ich grundsätzlich nicht so gern an mir).

Ich habe einen schön weichen Denim Tencel gewählt. Ein Tencel mit Jeansstruktur und Farbe, die Webstruktur ist fein, die Oberfläche glatt und er hat einen ganz dezenten Glanz. Eine super Mischung aus lässig und edel. Der Fall ist perfekt für Kleider oder auch Blusen und Hemden. Sollte es dann doch irgendwann einmal kälter werden, dann kann man gut noch ein Longsleeve darunter tragen.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Kleiderherbst Serie – weiter geht es aus gegebenem Anlass gleich am kommenden Samstag. Freut Euch schon einmal, denn das wird ´ne Party mit Give away :-)

 

Schnittmuster: factory dress von Merchant and Mills

Material: Denim Tencel von Merchant and Mills

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