Kleiderherbst! Ich habe es schon beschrieben, in stressigen Zeiten brauche ich unkomplizierte Outfits. Anziehen, fertig. Was eignet sich besser als ein Kleid? Nicht nur eine fixe Lösung morgens beim Start in den Tag. Man sieht auch gut gekleidet aus. Für den Tag im Job, aber auch für alles andere, Abholen der Kinder, Elternabend oder das Essen mit Freunden. Ich liebe Kleider. Wie gut, dass es derzeit so viele tolle Schnittmuster gibt. Im 1000stoff Kleiderherbst habe ich eine Auswahl von (zunächst) 5 Kleiderschnitten getroffen, die ich Euch der Reihe nach hier vorstellen möchte. Alte Bekannte sind auch dabei, neu interpretiert, lasst Euch überraschen.

Den Anfang bildet der factory dress, ein Schnittmuster von Merchant and Mills. Ich mag diese englischen Schnitte sehr gern, sie sind allesamt lässig und unkompliziert, jedoch mit einem gewissen Anspruch und einem besonderen Stil. Sie lassen das Material wirken.

Das Reiz des Kleids liegt im Ausschnitt und Kragen. Das Vorderteil besteht aus zwei Schnittteilen, so dass sich der Kragenbeleg sehr schön sauber einfügen kann. Die Ärmel sind umgeschlagen, der Rockteil ist mit zwei kleinen Falten vorn angesetzt, ansonsten fällt der Rock gerade nach unten. Die aufgesetzte Brusttasche habe ich weggelassen (mag ich grundsätzlich nicht so gern an mir).

Ich habe einen schön weichen Denim Tencel gewählt. Ein Tencel mit Jeansstruktur und Farbe, die Webstruktur ist fein, die Oberfläche glatt und er hat einen ganz dezenten Glanz. Eine super Mischung aus lässig und edel. Der Fall ist perfekt für Kleider oder auch Blusen und Hemden. Sollte es dann doch irgendwann einmal kälter werden, dann kann man gut noch ein Longsleeve darunter tragen.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Kleiderherbst Serie – weiter geht es aus gegebenem Anlass gleich am kommenden Samstag. Freut Euch schon einmal, denn das wird ´ne Party mit Give away :-)

 

Schnittmuster: factory dress von Merchant and Mills

Material: Denim Tencel von Merchant and Mills

verlinkt mit: sewlala, dufürdich

Aufregende Zeiten. Meine Tage bräuchte derzeit mindestens 48h oder mehr. Vor wenigen Tagen ist diese neue Webseite online gegangen, das ist der allererste Blogpost, den ich sozusagen live hier verfasse. Dazu gleichzeitig der eigene Onlineshop, hinter den Kulissen ist allerhand passiert in der letzten Zeit! Und natürlich ist noch nichts perfekt, mir fallen 1000 Details ein, die noch fehlen, Stoffe, die noch eingepflegt werden wollen oder Kleinigkeiten, die ich gern ändern würde. Aber es ist dennoch erstmal geschafft!

Dafür habe ich kaum genäht, die Maschine stand fast 6 Wochen still. Ok, auch ferienbedingt, aber trotzdem der absolute Ausnahmezustand. Und gestern habe ich es nicht mehr ausgehalten. Vollkommen unvernünftigerweise habe ich diese Bluse genäht. Anstatt mich um die Webdetails zu kümmern. Aber es ging nicht anders. Und ich liebe sie schon jetzt.

Es ist die #sydneybluse, das neue Schnittmuster von ellepuls. Genau mein Stil. Schlicht und geradlinig. Und clever mit der Kragenlösung, bzw. eben genau ohne Kragen.

Der vordere Ausschnitt wird als schmaler Schlitz mit einem Beleg verstürzt. Hinten gibt es eine schlanke Kellerfalte. Der untere Abschluss mit Bogen vorn und hinten. Einfach wunderschön. Nur die Taschen auf der Brust habe ich weggelassen. Ich habe kein einziges Kleidungsstück mit Brusttaschen in meinem Kleiderschrank, das mag ich nicht an mir.

Der Stoff ist ein wunderschöner Baumwollsatin aus der schwarzen Serie von Nani Iro. Mit ganz dezentem Glanz in der Oberfläche und dem perfekten Fall für derartige Oberteile. Weil der Stoff recht leicht ist, habe ich die Bügeleinlage weggelassen (ich hatte Sorge, dass die Verstärkung aufträgt). Ich denke, das war genau die richtige Entscheidung in diesem Fall.

Zu allem Überfluss (in all der Zeitnot) gab es heute Komplikationen beim Fotografieren (die Kamera war nicht auffindbar), so dass ich mich erstmal nur notdürftig von meinen Kindern knipsen lassen konnte. Wenn es morgen klappt, dann ergänze ich das Bildmaterial noch. Oder ich nähe mir lieber noch eine Sydney? Wenn ich gerade sturmfrei hätte, dann wäre die Entscheidung schon getroffen :-))

Schnittmuster: Sydneybluse von ellepuls

Material: Baumwollsatin von Nani Iro, 1000stoff

verlinkt mit: dufürdich,  sewlala,

Die Urlaubsvorbereitungen befinden sich im Endspurt, die Garderobe wird jetzt nur noch ergänzt. Es ist nicht etwa so, dass ich ohne dieses Top nicht fahren könnte. Aber die liebe Lust und die Vorfreude auf die Reise sind so animierend. Kennt Ihr das?

Noch dazu kommt, dass es nach den Sommerferien schon wieder rasant Richtung Herbst geht. Das mag ich mir noch gar nicht eingestehen. Daher lieber schnell noch etwas Sommerliches unter die Nadel!

Nämlich das Curlew Top aus dem Workbook von Merchant and Mills. Wollte ich schon letztes Jahr genäht haben, aber da hatte ich nicht das passende Material zur Hand.

Vielleicht liegt es auch nur an dem Foto in dem Buch, aber ich wollte etwas ganz leichtes und zartes. Einen Baumwollbatist. Und es ist auch genau der von Merchant and Mills geworden. Eigentlich gar nicht unbedingt etwas Besonderes. Aber gerade bei schlichten Schnitten und Stoffen kommt es ja genau darauf an. Der richtige Fall, der richtige Farbton  die richtige Stärke. Der Stoff ist leicht durchscheinend, aber mit einem Hemd darunter perfekt.

Somit bin ich gut ausgerüstet. Es ist kein T-Shirt, aber auch keine Bluse, passend für Strand und Stadtbummel. Zum Eis aber auch zum Abendessen.

Schnittmuster: Curlew Top aus dem Workbook von Merchant and Mills

Material: Baumwollbatist, Merchant and Mills, 1000stoff

verlinkt mit: creadienstagDienstagsdinge, handmade on tuesday

Manchmal werden Projekte überraschenderweise besser als erwartet, manchmal natürlich auch enttäuschender. Und dann gibt es noch die Projekte, die genau so werden, wie man es sich vorgestellt hat. Diese Frau Isa von fritzischnittreif ist so ein Teil. Genau so einen Sweater wollte ich.

Lässig für kühle Momente in der warmen Jahreszeit. Oversized, damit man ihn schnell mal überwerfen kann, auch über weitere Kleider und Shirts. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Da ich gerade so auf Streifen stehe, musste es dieser gestreifte Romanit in schwarz weiß sein. Romanit ist ein Strickstoff auf Viskosebasis, also zwar schwer, aber auch nicht zu warm. Das Material bringt einen gewissen Stand mit sich, perfekt für den oversized Effekt.

Am Halsausschnitt habe ich ein wenig mit der Streifenrichtung gespielt. Quer gegen längs, wobei das Schnittteil des Kragens im Radius zugeschnitten wird, so dass die Streifen in der Rückenansicht des Belegs wieder parallel verlaufen. Und Streifen zu Streifen? Gefällt mir sogar auch sehr gut. Sommerlicher geht es kaum….

 

Schnittmuster: Frau Isa von fritzischnittreif

Material: Romanit schwarz mit weißen Streifen, 1000stoff

verlinkt mit: sewlala

Manchmal liegt ein Stoff auch bei mir länger als erwartet, bevor ich ihn vernähe. So z. B. dieser Leinencrash mit den maritimen Blockstreifen in dunkelblau und weiß. Die Streifenbreite hat mich zögern lassen – einerseits zu breit um unauffällig zu sein und dann wieder zu schmal um richtig grafisch zu wirken. Vollkommen zu unrecht. Als mir das inaridress von namedclothing als Schnitt in den Sinn kam, konnte es dann plötzlich nicht mehr schnell genug gehen.

Der Schnitt ist ja recht schlicht und geradlinig, aber dennoch raffiniert. Die Seitennähte verjüngen sich nach vorne hin, so dass eine elegante Silhouette entsteht. Vorn ein wenig kürzer als hinten, wird der Effekt dezent betont.

Das Material ist zart und hat durch den leichten Crasheffekt ein klein wenig Stand. Somit fühlt man sich perfekt temperiert auch an wärmeren Tagen. Vom Stil passt es sowohl zu einem Arbeitstag im Alltag, aber auch auf eine festlichere Sommerparty. Ich würde mir das Kleid genauso wieder nähen! Das ist ein großes Kompliment, denn meistens bin ich zwar zufrieden, würde aber beim nächsten Mal… usw. Kennt ja jeder!

Also wieder einmal ein Plädoyer dafür, zwar dem persönlichen Gefühl zu folgen, aber dennoch auch mal die gewohnten Pfade zu verlassen und kleine Risiken einzugehen. Es lohnt sich!

Schnittmuster: inaridress von namedclothing, 1000stoff

Material: Leinencrash mit Blockstreifen in dunkelblau und weiß, 1000stoff

verlinkt mit: creadienstag, dienstagsdinge, handmade on tuesday

Oh Adelheid! Mehr Worte braucht es kaum für meine neue Bluse. Natürlich mit einem besonderen Klang in der Stimme, anhimmelnd geradezu. Ich liebe die Lässigkeit des Schnitts, gerade und vor allem auch wegen der Bischofsärmel. Gleichzeitig edel, weil eben Bluse und nicht Tunika. Das liegt natürlich auch an diesem Gemisch aus Leinen und Viskose in weiß.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mail eine weiße Bluse genäht oder auch gekauft hätte. Aber durch Stoff und Schnitt ergibt sich eine perfekte Mischung zwischen klassisch und lässig. Meine erste Adelheid war wesentlich strenger, das kann der Schnitt auch, seht hier.

Den Schlitz im Rücken habe ich weggelassen. Braucht es nicht in diesem Fall. Wegen des Anziehens eh nicht, aber auch aus gestalterischer Sicht nicht. Dafür gibt es ein kleines Detail am Armbund. Hier gefiel mir die Webkante des Stoffes mit dem schmalen grauen Streifen so gut, dass ich sie unbedingt einsetzen musste.

Wie gut, dass der Frühling erst anfängt, dann kann ich sie ab jetzt regelmäßig tragen, denn mit Layerlook sieht es hier schlecht aus :-)

Schnittmuster: Adelheid von schneidernmeistern

Material: Leinen Viskose Stoff, 1000stoff

verlinkt mit: creadienstag, handmade on tuesday,

 

 

 

Heute zeige ich Euch noch eines der Schnittmuster, die ich schon seit Jahren nähen wollte, aber jetzt erst genäht habe.  Ein noch nicht begonnenes Ufo sozusagen. Es ist der fielder dress von Merchant and Mills, ein locker geschnittenes Kleid mit Bündchen für Webware.

Weil ich schon wieder so eine furchtbar unfotogene Farbe wie schwarz wählen musste sieht man gar nicht, dass es ein Raglankleid ist. Die Ärmel haben 3/4 Länge und werden mit einem Bündchen gefasst. Hier war ich megamutig und habe ein Glitzerbbündchen mit Kupfer gewählt:-). Es ist auch noch dunkelblau, aber da der Stoff einen washed look besitzt, passt das Blau perfekt zum Schwarz. Am Halsausschnitt ist auch ein Bündchen vorgesehen, aber ich fand es hinsichtlich der Schlichtheit des Kleid schöner mit Beleg.

Der Stoff ist ein Gemisch aus Leinen und Viskose. Perfekt für derartige Kleider, da sich die schöne Oberfläche des Leinen mit dem schweren, aber fließenden Fall der Viskose mischt. Es ist ein Kleid entstanden, dass nicht viel anderes braucht. Einfach überwerfen und fertig. Schnitt und Material ergeben zusammen ein Teil, das meiner Meinung nach überhaupt gar nichts Selbstgenähtes ausstrahlt. So muss es sein!

Schnittmuster: The Fielder Dress von Merchant and Mills, 1000stoff

Material: Leinen Viskose und Glitzerbündchen, 1000stoff

verlinkt mit: rums

Mit der Zeit steigen die Anbrüche.  Wer kennt das nicht?

Am Anfang war man stolz über jede nicht komplett missratene Tasche. Dann kamen die komplexeren Varianten. Mit Reissverschlüssen und mehreren Fächern aus unterschiedlichen Stoffen. Und dann? Mein grundsätzlicher Anspruch besteht ja darin, dass meine selbsgenähten Werke nicht wie selbstgenäht aussehen. Und zwar meine ich damit nicht den Perfektionismus. Es darf schon mal ein bisschen schief sein. Das sind gekaufte Sachen schließlich auch. Nein, ich meine vom Konzept her, von den Materialien und der Kombination zwischen Schnitt und Stoffwahl.

Die professionellen Ansprüche werden von diesem Material, dem Dry Oilskin, einer geölten und damit wasserabweisenden Baumwolle aus England (von Merchant and Mills) komplett erfüllt. Der Stoff ist der perfekte Taschen- (und auch Jacken- und Mantel-) Stoff. Robust, mit Stand, funktional, in der Oberfläche hat er etwas papierartiges. Außerdem wahnsinnig schön. Und wertig.

Genäht habe ich die Jack Tar Bag (Schnitt ebenfalls von Merchant and Mills), eine geräumige Tasche für alle Gelegenheiten. Gefüttert mit kontrastierender Baumwolle in hellen Tönen, damit man auch ohne Taschenlampe gut zurecht kommt.

Das Zubehör bietet ein hardware kit (ich muss nicht erwähnen von wem :-)), so dass man alle Nieten, D-Ringe, den Magnetverschluss und auch den Lederriemen gleich zur Hand hat.

Ihr habt es schon gemerkt, ich bin total überzeugt :-)) Meine neue Jack Tar Bag hat überhaupt NICHTS Selbstgemachtes, im Gegenteil, sie ist richtig professionell, wertig und langlebig. Ein Lieblingsteil für die nächsten Jahre.

 

Schnittmuster: Jack Tar Bag, Merchant and Mills

Material: Dry Oilskin (Merchant and Mills) von 1000stoff

Futterstoff: Baumwollstoff von Art Gallery fabrics, 1000stoff

verlinkt mit: dienstagsdinge, creadienstag, handmade on tuesday