Ist es langweilig, den gleichen Sweater ein zweites oder drittes Mal in einer anderen Farbe zu nähen? Ganz im Gegenteil. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Schnitt und Stoff so sehr bewährt haben, dass man den Sweater kaum noch ausziehen möchte und sich daher gern einen zweiten gönnen möchte. Welche bessere Ausgangslage könnte es für ein Nähprojekt geben?

Mir ging es so bei dem Schnitt Frau Zora von studioschnittreif. Eigentlich ein simpler Schnitt, oversized, cropped, mit breitem Bund (aus Bündchenstoff) in der Taille und schön weiten Ärmeln. Aber aus voluminösem Heavy Jogging Sweat genäht wird das Teil genau deswegen zu einem richtig professionellen Kleidungsstück. Ungemein gemütlich ohne dass er nach Homewear aussieht, warm und unkompliziert zu kombinieren. Daher habe ich meiner ersten Variante eine rote folgen lassen und weiß schon jetzt, dass es genau so ein Volltreffer ist wie meine grüne. Und es ist ja auch irgendwie nachhaltig, wenn man weiß, dass ein Kleidungsstück geliebt werden wird.

 

Schnitt: Frau Zora von studioschnittreif

Material: Heavy Jogging Sweat und Bündchenstoff

Manchmal besteht die Kunst darin, neue Dinge auszuprobieren und sich trotzdem treu zu bleiben.

Das ist gar nicht einfach, vor allem, wenn man quasi vollkommen frei ist in der Entscheidung. Natürlich nur quasi, denn Einschränkungen gibt es immer und überall. Aber ob ich jetzt diesen Blouson nähe oder jenen, in blau oder rot oder grün, das hängt einzig und allein von meiner Idee ab. Wenn man die Entwicklung vom Anfang meiner „Nähkarriere“ bis jetzt betrachtet, dann gab es zu Beginn natürlich deutlich mehr „Fehltritte“ als jetzt. Jeder von uns wird sicherer. So gibt es z. B. viele Schnittmuster, von denen ich einfach weiß, dass sie mir z. B. in blau oder grau garantiert gefallen werden. Die sichere Sache sozusagen. Aber ich habe gemerkt, dass ich mich, dadurch dass ich kaum noch etwas Gekauftes trage, auch anders durch die Modetrends bewege. Ich habe keine Ahnung mehr, was aktuell in den Geschäften hängt. Macht nichts und fehlt mir auch nicht. Aber ich spüre eine neue Lust, auch mal die gewohnten Wege zu verlassen und andere Farben oder Schnitte zu probieren. Natürlich immer vor dem Hintergrund der vernetzten Garderobe, denn zu niedrig soll die Latte schließlich auch nicht hängen!

Lange Einleitung, kurzer Sinn. Dieses Addalinchen war in zwei Punkten ein Wagnis. Erstens, ich habe keinen einzigen Blouson im Schrank – diese Art von Kleidungsstück rangierte bislang ausserhalb meines Blickfelds. Zweitens, ich trage selten Muster.

Und was sagt Ihr? Ich sage: Volltreffer.

Zu einer schlichten Hose ist der karierte Roma Check genau das richtige. Auch mit einem farbigen Shirt darunter kann ich es mir perfekt vorstellen. Die Länge ist klasse, die Taschenlösung clever, genau meine Art von Denke (das wußte ich jedoch schon vorher). Im Rücken gibt es die Bündchenpartie, es macht den Schnitt noch sportlicher und gleichzeitig raffinierter.

Weil ich die vordere Ansicht nicht nochmals brechen wollte, habe ich die Druckknöpfe verdeckt angebracht. Ansonsten alles so umgesetzt wie von echtknorke vorgeschlagen. Das Gefährliche ist bloß, dass ich in Gedanken schon ein nächstes Addalinchen nähe! Das ist der Fluch und Segen der Kreativität. Ideen produzieren neue Ideen, ein großartiges Phänomen, oder?

 

Schnitt: Addalinchen von echt knorke

Material: Roma Check und grobes Rippenbündchen

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Der Elsenherbst bei schneidernmeistern startet dieses Jahr mit einer neuen Elsenvariante, der elsenschwester03. Eine großartige Erweiterung der Baukastenserie „Elsenschwester“. Mit Polokragen und leicht ausgestellter, geschwungener Saumlinie.

Gefiel mir auf Anhieb – nur…. vor dieser Pololeiste hatte ich recht großen Respekt. Ist mir doch genau dieses Detail schon einige Male misslungen. Ein Grund weswegen ich mich in letzter Zeit immer eher für durchgeknöpfte Kleider entschieden habe. Ernsthaft. Aber dann kam die Idee eines Sewalong auf, des #elsenschwester03sewalongs, in dem Monika genau diese kritischen Stellen in den Vordergrund rückt und im Video genau erklärt, worauf man achten muss. Und siehe da, meine Sorge war unbegründet. Eigentlich ist so ein Einsatz gar kein Hexenwerk!

Auch zum Thema Kragen gibt es einige gute Tipps abzugreifen. Warum der Oberkragen immer ein bisschen größer ist als der Unterkragen und wofür der Steg nutzt. Monikas Videos sind übrigens dauerhaft auf Instagram in den Highlights ihrer Stories einzusehen.

Aber nun noch einmal zum Kleid. Ich habe mich für eine Denimvariante mit Streifen entschieden, denn ich wollte eine derbere, herbsttaugliche Variante. Erst hatte ich Sorge, dass der Stoff ein wenig zu fest sein könnte. Unbegründet.

Das Kleid fällt zwar anders, aber durchaus gut. Und geht auch mit Longsleeve drunter. Und zu schweren Stiefeln. Selbst die Kellerfalte hinten fällt schön.

Ich mag auch die Größe des Kragens sehr. Schön groß, irgendwie entschieden. Ich bin jetzt schon sicher, ich werde meine neue Else lieben. Und außerdem: nach der Else ist vor der Else, ich freue mich jetzt schon auf den Herbstanfang 2020!

Schnittmuster: Elsenschwester03 von schneidernmeistern

Material: gestreifter Denim, Knöpfe von Atelier Brunette, Beleg innen Monstera

 

Gibt es den Begriff Fusion eigentlich auch in der Mode? Egal ob ja oder nein, ich bin offenbar ein großer Fan von stilübergreifenden Schnittmustern. Auch hier war es Liebe auf den ersten Blick. Das ist der High Cuff Sweater von The Assembly Line, eine sehr coole Mischung aus Sweater und Shirt.

Eigentlich recht nah am klassischen Sweatshirtschnitt mit den Bündchen an Handgelenken, Taille und eigentlich auch am Hals. Dazu die weite Passform. Und doch ganz anders. Klar, den wesentlichen Unterschied macht das Material – in meinem Fall weich fallende Blusenstoffe. Aber auch der hohe Bund unten ist einfach grandios.

Ich hatte den Schnitt schon länger im Auge, habe aber immer noch auf die richtige Stoffinspiration gewartet (und dabei etliche Kombinationen wieder verworfen). Und plötzlich war sie da. Den ersten Sweater aus einem leicht dehnbaren Viskosedenim mit grau kariertem Bündchen habe ich dann an einem Vormittag genäht.

Das Teil hat mich so begeistert, dass ich gleich eine zweite Variante fertigen musste. Aus der gestreiften Viskose von Mind the Maker mit einem Bund in dunkelblau. Auch perfekt dafür.

Fast egal ob mit einer Hose oder einem Rock.

Nur der Halsausschnitt hat mich einige Nerven gekostet. Eigentlich ist hier auch ein ganz normales Bündchen vorgesehen. Aber das hat meine zarten Stoffe zu stark gekräuselt. Also wieder ab damit. In der ersten Version habe ich mich für ein ganz schmales Jerseybündchen in schwarz entschieden. In der zweiten Version dann für einen unsichtbaren Schrägbandstreifen. Den finde ich jetzt optimal. Schlicht und unauffällig.

Wieviele High Cuff Sweater ich wohl in einer Woche im Kleiderschrank haben werde :-))? Nein, Quatsch, aber es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man etwas anprobiert und sofort merkt, Volltreffer!

 

Schnittmuster: High Cuff Sweater von The Assembly Line

Material: Fine Denim (Viskosedenim mit leichtem Stretch) und kariertes Bündchen, Line Flow Charcoal von Mind the Maker

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Manche Projekte nähe ich in quasi blind in einer Stunde runter, andere sind auch für mich eine kleine Herausforderung. Außerdem gibt es durchaus bestimmte Details um die ich (heimlich) einen großen Bogen mache – doch dazu später mehr. Nur das eine oder andere wäre für mich entweder zu langweilig oder zu anstrengend – es ist wie immer: die Mischung macht’s. Daher kam das Thema „Hemdblusenkleid“ der vernetzten Garderobe im August gerade zum richtigen Zeitpunkt. Zum Klarstellen, dieses Projekt gehört natürlich nicht in die One-Hour- Kategorie :-). Aber nach einem Sommer voller schneller Projekte ein perfekter Einstieg in die neue Saison.

Großartig, dass es offenbar vielen von Euch genauso ging! Unter dem #morningsidesewtogether findet Ihr viele tolle Hemdblusenkleider nach dem Schnitt von Morningside Dress von French Navy. Ich habe mich stattdessen für das Kalleshirtdress von Closet Case Patterns entschieden (zu dem Grund komme ich noch). Aus Nadelstreifen Tencel von MeetMilk. Und bin total glücklich damit!

Die Gefahr bei Hemdblusenkleidern liegt auf der Hand. Wie verhindert man, dass es aussieht wie ein Nachthemd?? Die richtige Wahl des Schnittmusters ist natürlich die eine Sache, der Stoff fast noch entscheidender. Muss weich fallen, aber nicht zu sehr. Sollte lässig sein, aber nicht langweilig. Ein bisschen Struktur tut durchaus gut, eine edle Oberfläche auch. Und nicht zu wenig Detail.

Apropos Detail. Ich hätte auch „normale“ Knöpfe verwenden können, aber ich hatte einfach Lust, diese Schmuckstücke von Atelier Brunette wenigstens einmal auch selbst zu vernähen. Sie geben der Vorderfront noch einmal einen besonderen Touch ohne aufdringlich zu sein.

Apropos Vorderfront. Kommen wir noch rasch zu den von mir heimlich umgangenen Details…. Ich habe mich ehrlicherweise für diesen Schnitt (im Gegensatz zum Morningside Dress) entschieden, weil er eine durchgeknöpfte Leiste vorn hat und nicht diesen heiklen Einsatz – der hat mich schon manches Mal ziemliche Nerven und Wutanfälle gekostet! Aber ich werde mich dem stellen, und zwar in Kürze. Stay tuned!

Und, sieht es aus wie ein Nachthemd? Nein.

Hätte ich dieses Kleid im Laden gekauft? Durchaus.

Aber jetzt schaut unbedingt auch noch bei Sindy von Mein Gewisses Etwas und all den anderen vorbei, da gibt es auch ganz tolle Kleider zu sehen!

 

Schnittmuster: Kalleshirtdress von Closet Case Patterns

Material: Pin Stripe Tencel von Meet Milk, Knöpfe Wink Black Sage von Atelier Brunette

 

Am Anfang des Jahres habe ich zwei Vorsätze formuliert. Ich wollte vernetzter nähen, also stärker in kompletten Outfits denken als in Einzelstücken. Außerdem wollte ich mich an das Thema Hose heranwagen. Im April habe ich beides kombiniert und herausgekommen ist diese Almost Long Trousers von The Assembly Line aus Schweden.

Bei Hosen ist es ja immer so eine Sache. Gute Passform steht natürlich an oberster Stelle. Dann im Gegensatz dazu aber auch der Aufwand. Ich bewundere diejenigen unter Euch, die sich auch an sehr komplexe Projekte setzen. Ich selbst habe immer nur recht kurze Zeitfenster, aber eine lange to-sew-Liste und finde daher schnelle Projekte durchaus attraktiv. Schnell bedeutet ja auch oft reduziert und das entspricht meinem Stil sowieso (wobei man dies natürlich nicht als Faustregel formulieren darf). Bei Hosenschnitten äußert sich das oft im Verschluss. Schnell = Schlupfhose. Meistens. Diese hier ist auch eine Schlupfhose, aber sehr clever gemacht. Erstens sitzt sie trotzdem recht schmal oben herum und zweitens ist das Gummi im vorderen Bereich, jeweils ca. 12cm zu beiden Seiten des Bauchnabels, nicht unter Spannung, d. h. hier gibt es keine Kräusel, sondern eine flache Front. Und das ist super.

Das Bein sitzt trotzdem locker und in der reduzierten Länge ist es die perfekte Sommerhose. Ich habe einen leichten Denim von Merchant and Mills gewählt. Einen Dress Weight Denim, denn von Jeansstoff hat er eigentlich nur den Look, der Fall entspricht eher einem Kleiderstoff. Sie lässt sich sehr gut zu lässigeren Oberteilen, aber auch zu körpernahen Schnitten kombinieren. Das gestreifte Shirt ist ein kopierte Variante eines gekauften Oberteils, das weiße Top ist das Cuff Top, ebenfalls von The Assembly Line.

Vom Nähtechnischen betrachtet ist man mit diesem Schnitt nicht weit von einem Rock mit Taschen entfernt. Also Kategorie „easy“, für fortgeschrittene Anfänger. Von daher zählt es nicht ganz zu meinem Vorsatz mit der Hosenherausforderung. Aber ich bin trotzdem glücklich!

Da dieses Projekt Teil der #vernetztengarderobe ist, gibt es auch bei Sindy von Mein gewisses Etwas eine Hose zu sehen. Schaut unbedingt auch bei ihr vorbei!

Schnittmuster: Almost Long Trousers von The Assembly Line

Material: Dress Weight Denim von Merchant and Mills

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Zur Zeit redet jeder über Tencel. Tencel ist wunderschön, geschmeidig, samtig, mit fließendem Fall und mega angenehm zu tragen. So viel steht fest. Aber was genau ist Tencel überhaupt? Wofür eignet es sich und was ist der Unterschied zu Modal und Lyocell? So viele Fragen. Ich versuche einfach mal, Euch in diesem Blogpost zumindest einige davon zu beantworten.

Frau Pina wird mir helfen. Frau Pina ist ein relativ neuer Blusenschnitt von studioschnittreif. Ganz schlicht, aber mit einem sehr schönen Detail, nämlich einem Knoten vorne links. Damit dieser nicht total aufträgt, muss der Stoff schön fließend sein und weich fallen. So wie Tencel eben.

Tencel, Modal und Lyocell werden oft in einem Atemzug genannt und das ist auch in Ordnung so, denn im Wesentlichen handelt es sich um das genau das gleiche. Tencel ist lediglich ein geschützter Begriff der Firma Lenzing und darf also nur von von Lenzing zertifizierten Stoffen getragen werden. Die Stoffe werden aus Cellulose (=Holz), also aus erneuerbaren Ressourcen / Wäldern hergestellt, z. B. oft aus Birkenholz. Hier kann sehr nachhaltig und durchaus auch regional produziert werden. Der Verarbeitungsprozess vom Baum zum Stoff erfolgt (bei Lenzing) in einem geschlossenen Kreislauf, auch das ist ökologisch betrachtet sehr gut, so dass die Umweltbilanz der Tencelfamilie viel besser ist als z. B. von Baumwolle.

Die Materialeigenschaften habe ich oben schon ein wenig beschrieben. Aber es gibt noch weitere Vorteile: Tencel / Modal hat einen guten Feuchtigkeitshaushalt. Feuchtigkeit kann sehr gut aufgenommen, aber auch wieder abgegeben werden. Dadurch trägt sich der Stoff auch bei Hitze oder Sport extrem angenehm. Er wirkt kühl und trocken.

Genau wie Baumwolle gibt es Modal entweder gewebt oder gestrickt, also als Webstoff oder elastisch als Jersey. Wegen des fließenden Falls eignen sie sich perfekt für viele Kleidungsstücke wie Blusen, Shirts, Kleider, aber auch Hosen, Sportbekleidung oder Nachtwäsche. Ich zeige Euch einfach noch zwei weitere Beispiele von Projekten, die im letzten Sommer aus Tencel genäht habe.

Hier mein heißbeliebtes Hotsummerdress von schneidernmeistern aus Tencel Twill Webstoff.

Oder hier ein Shirt aus Modaljersey, vorn gesteift und hinten mit dem tollen Modaljersey Piqué, den ich auch so sehr liebe.

Konnte ich ein wenig Klarheit schaffen? Ich empfinde es immer als eine große Herausforderung, Euch in Worten und Bildern, bzw. manchmal ja auch den Storys auf Instagram, die Stoffe aus meinem Shop möglichst genau und repräsentativ zu beschreiben. Das ist gar nicht so einfach! Von daher freue ich mich wirklich jedes Mal, wenn ich positives Feedback von Euch erhalte und merke, dass die Beispiele und Beiträge gut bei Euch ankommen. So, und jetzt an die Planung für die nächsten Projekte…

 

Schnittmuster: Frau Pina von studioschnittreif

Material: Tencel Lyocell jeansblau

verlinkt mit: sewlala und Du für Dich

 

Bei mir läuft´s gerade. Ich habe zwar keine Zeit, aber die Projekte, die ich trotzdem umsetze, werden genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Das ist durchaus nicht immer so. Im Gegenteil, oft hat man ein ganz bestimmtes Bild im Kopf und dann wird es nicht nur irgendwie anders, sondern auch noch irgendwie nicht so schön. Entweder der Schnitt ist nicht optimal, die Größe müsste angepasst werden, der Stoff fällt anders als gedacht – Gründe gibt es etliche. Meistens reichen ja kleine Änderungen und dann wird es trotzdem noch gut, also alles halb so wild. Aber am Tollsten ist es, wenn es auf Anhieb passt. So wie bei diesem V-Neck Dress von Assembly Line aus Schweden.

Für die vernetzte Garderobe waren Sindy (Mein gewisses Etwas) und ich auf der Suche nach dem perfekten Winter- oder Übergangskleid. Perfekt im Sinne von alltagstauglich, bürotauglich, bequem und schick, anziehen und sich angezogen fühlen. Ich trage wahnsinnig gern Kleider, im Laden, zuhause und auch in der Freitzeit wie z. B. beim Fußballturnier meiner Kinder. Ich unterscheide da nicht großartig zwischen dem Businesskleid für den Job und dem Wohlfühlkleid für einen Sonntag daheim. Ok, im Job muss ich kein Kostüm tragen und manchmal bin ich zuhause halt schicker als mein Umfeld:-). Aber genau dieses Unkomplizierte ist mir wichtig.

Dieses Kleid mit dem schönen V-Ausschnitt entspricht diesen Vorstellungen total. Ohne den Bindegürtel hat es eine A-Linie und kann auch wunderbar offen getragen werden. Die Länge reicht bis übers Knie, dadurch bekommt das Kleid etwas angezogenes, ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein. Die Ärmel sind leicht kimonoartig und 3/4 lang.

Aber am besten gefällt mir der Schalkragen, der wirklich einen schönen Ausschnitt formt. Genäht habe ich das Kleid aus meinem derzeitig Lieblingsstoff, einer Popeline aus Baumwolle und Viskose mit einem geringen Stretchanteil. Der wäre eigentlich gar nicht nötig, schadet aber auch nicht. Dezenter Glanz, schlicht und edel. Der Schnitt sieht auch eine ärmellose Variante vor, sie folgt mit Sicherheit in Kürze – hat dann aber nichts mehr mit einem Winterkleid zu tun:-)

Aber jetzt müsst Ihr unbedingt noch bei Sindy vorbei schauen und ihren Beitrag lesen. Ihre Frau Elly werde ich mit Sicherheit auch noch nähen, um dem Schnitt schleiche ich auch schon eine Weile herum…

 

Schnittmuster: V-neck Dress, Assembly Line

Material: Popeline aus Baumwolle und Viskose mit ein wenig Elastan

verlinkt mit: sewlalacreadienstag,

Mit diesem Projekt habe ich einen Meilenstein meiner To-Do-Liste für 2019 in Angriff genommen: HOSE! Ich nähe mittlerweile ja wirklich einen Großteil meiner Garderobe selbst, aber vor Hosen habe ich einen großen Respekt. Denn eine „richtige“ Hose dauert länger als jeder Sweater und wenn die nicht sitzt, dann war alles umsonst, denn wer trägt schon freiwillig eine unvorteilhafte Hose? Aber gleichzeitig kann es ja nicht so schwer sein! Ich nähe schließlich auch Blusen mit Knopfleiste und Kleider mit Reißverschluss.

Dennoch weiß ich nicht, ob ich ohne das neue Hosenschnittmuster von Monika, also schneidernmeistern, jetzt schon so weit wäre. Und so glücklich! „IchbineinHOSEnträger“ ist ein Schnittmuster für eine klassische, lässige Hose, im Detail etwas abgespeckt (so formuliere ich das jetzt mal und meine das durchweg positiv), denn sie hat zwar einen Bund und Unter-, bzw. Übertritt, jedoch keinen Reißverschluss.  Das macht vieles einfacher. Im hinteren Bereich kann eine Passe eingefügt werden (zur Formgebung) und für die Knie gibt es optional Patches und/oder auch Bündchen an den Beinen. Aber ich bin zunächst bei der schlichten Variante geblieben.

Mein Stoff ist ein etwas gröberer Baumwollstoff mit Köperbindung (das ergibt diese leichte Diagonalstruktur, die man von vielen festeren Stoffen kennt) und einem geringen Stretchanteil. Genau diese geringe Dehnbarkeit ist wichtig für die Passform und auch den Tragekomfort. Total egoistisch habe ich schwarz gewählt, jede andere Farbe wäre besser zu fotografieren gewesen :-), so müsst Ihr Euch die Details eben bei Monika und den anderen Designbeispielen ansehen… Die Hose wird mit 3 Knöpfen oben geschlossen, schick und einfach.

Um alle zu animieren, es doch auch mal mit einer Hose zu versuchen, gibt es ab heute bis einschließlich Sonntag (03.03.2019) 15% Rabatt auf alle Hosenstoffe! Das eBook findet Ihr nicht nur bei Monika, sondern auch bei mir im Shop. Ich bin sehr gespannt auf Eure Beispiele!

Schnittmuster: ichbineinHOSEnträger von schneidernmeistern

Material: Baumwollköper mit geringem Stretchanteil

verlinkt mit: sewlala, dufürdich

 

Der erste Monat des Jahres ist vergangen – allein das ist schon unglaublich. Was ist geschehen, was habe ich umsetzen können von meinem Vorsatzkatalog für 2019? Ich bin entspannter gestartet und es fühlt sich auch immer noch gut an. Obwohl ich recht spontan von einem auf den nächsten Tag entschieden habe, nach München zur Munich Fabric Start zu reisen und auch privat einige unvorhersehbare Ereignisse geschehen sind, hat es mich noch nicht zerrissen. Ich werte das als richtig gutes Zeichen und beschließe den Kurs beizubehalten.

Und die vernetzte Garderobe? Ich habe 2 von 4 anvisierten Projekten genäht, das sind nur 50%, aber eben auch immerhin 50% (Glas halb voll und so). Der Plan waren ein warmer Cardigan jOne, dazu passend 2 Shirts und eine Hose. Die Hose habe ich aus unterschiedlichen Gründen in den Februar geschoben und das eine Shirt ist so schön geworden, dass ich statt des Zweiten eine yello_bag genäht habe. Ihr merkt, ich habe ein Talent dazu die Dinge positiv auszudrücken :-))! Mal schauen, wie weit Sindy so gekommen ist? Wir haben den Januar hindurch eher parallel als zusammen genäht. Der Plan ist, mal das gleiche und auch mal unterschiedliche Themen anzugehen, je nachdem, was gerade anliegt.

jONe von Prülla ist richtig schön geworden. Dick und warm zum wärmen und wohlfühlen. Zunächst hatte ich Sorge, dass der Strick zu voluminös sein könnte, aber das war unbegründet wie man sieht. Eine wollige Jacke ist eben eine wollige Jacke. Und selbst im Taschenbereich gibt es keine Konflikte. Das Einzige, das ich auch im Nachhinein noch verfluche, ist der Handsaum. Um den Wulst zu vermeiden, wollte ich ihn auf keinen Fall mit der Maschine nähen. Und das hat deutlich länger gedauert als befürchtet. Ich habe mich selbst in der Turnhalle beim Fußballtraining der Kids als Handarbeiterin geoutet weil ich endlich fertig werden wollte. Aber es hat sich gelohnt, fast unsichtbar würde ich sagen.

Das Shirt ist ein feines Irmchen von echt Knorke, ein Schnitt, den ich schon länger an vielen anderen von Euch bewundert habe. Jetzt habe ich auch eines. Genäht aus diesem weichen feinen Strick mit Streifen. Das Material ist so schön zart, dass es sich perfekt auch für untendrunter eignet. Und wenn bei den anderen die Streifen so perfekt matchen, dann wollte ich das natürlich auch schaffen. Yes! Ein sehr schönes Oberteil, besonders der halbhohe Turtleneck gefällt mir sehr gut.

Und nun, tadaaa! Die Kombination. Ich bin sehr zufrieden, kann beides perfekt zusammen tragen, aber natürlich auch einzeln.

Ihr müsst natürlich auch unbedingt bei Mein gewisses Etwas vorbei schauen. Dort erfahrt Ihr, was aus ihren Plänen geworden ist. Ihr Projekt war ein Blazer, also durchaus ein anderes Kleidungsstück als mein Cardigan, aber beide haben wir eine Indoorjacke mit etwas drunter genäht. Also irgendwie doch das Gleiche :-)

Für den Februar sind wir noch am planen, bzw. müssen wir uns noch zwischen zwei Themen entscheiden. Aber eines ist sicher: es wird spannend und schön! Details dazu in Kürze.

 

Schnittmuster: Cardigan jOne von Prülla, darunter das feine Irmchen von echtknorke

Material: Grober Wollstrick und feiner Streifenstrick

Achtung: Werbung, da ich beide Schnittmuster zur Verfügung gestellt bekam, hier auch verlinke und außerdem auch noch schreibe, dass ich sie toll finde …