Ich freue mich sehr, diese 1000stoff Geburtstags-Interviewreihe mit Elke von Ellepuls zu starten! Ich habe es im vorherigen Blogpost schon kurz beschrieben. Anlässlich des 1000stoff Jubiläums habe ich 7 Bloggerinnen eingeladen, sich aus meinem Sortiment einen Stoff auszusuchen und damit ein Projekt der Wahl zu nähen. Es gab keine Vorgaben bis auf den Wunsch, dass nicht alle den gleichen Stoff wählen. Das ist nicht passiert, alle Projekte werden sehr unterschiedlich sein, aber was mich fast noch mehr freut, ist die Wahl der Schnittmuster. Ich kenne und liebe sie fast alle und daher ist auch diese Interviewserie eine große Freude für mich.

Lee hat sich für eine Sydney Bluse von ellepuls aus ganz fließendem, samtigem Tencel entschieden. Alle Details zu diesem coolen Teil und weitere Bilder findet Ihr heute in Ihrem Blog. Aus gegebenem Anlass gibt es heute 15% Rabatt auf diesen Tencel in allen verfügbaren Farben.

Außerdem verlosen wir auf Instagram unter @1000stoff ein ebook für die Bluse, also unbedingt auch dort vorbeischauen :-)

Aber nun endlich zu Elke.

Ich habe Elke vor einigen Jahren (geschätzt würde ich sagen, es war 2014 oder 2015) am Vorabend des Nähcamps in Berlin zum ersten Mal persönlich getroffen, als ich als Nicht-Teilnehmerin trotzdem zum geselligen Abend beim Italiener irgendwo im Nirgendwo im Berliner Osten dazu gestoßen bin. Es war ein sehr lustiges Essen, das mir tatsächlich in gewisser Weise auch ganz neue Horizonte eröffnet hat.

Unser Verhältnis hat sich ausgebaut und was ich an Elkes Arbeit besonders mag, sind die zusätzlichen Aspekte, die in ihren Beiträgen immer mitlaufen: Stilfindung, Farbwahl, Zusammenstellung von Kombinationen und Kollektionen. Das bringt einen sehr professionellen Anspruch ins DIY Hobby und hohe Ansprüche können nie schaden :-)

In diesem Jahr (2018) hat eine neue Kooperation begonnen, ich begleite die Berliner Nähcamps als Stoffpartnerin und werde auch 2019 wieder mit einem Stoffsortiment und kleinen Workshops zur Materialkunde vor Ort sein. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr!

Aber jetzt geht es endlich los, liebe Elke:

Woher nimmst Du Deine Inspiration?

Elke: Ich bin seit einigen Jahren in der Nähcommunity im Netz und, durch die Nähcamps, auch im realen Leben unterwegs. Mein Netzwerk ist dabei stetig gewachsen und ich werde nicht müde, Sachen aufzusaugen, die mich inspirieren. Das kann durch einen Podcast sein, den ich höre, durch einen Blog, den ich durchstöbere oder manchmal auch im Geschäft oder auf der Straße, wenn ich ein schönes, hochwertig verarbeitetes Kleidungsstück sehe.

Inwieweit beeinflussen Dich aktuelle Modetrends?

Elke: Nicht so sehr. Zwar lese ich aktuelle Zeitschriften und verfolge, was Styleblogger so machen, ich nähe aber nicht jeden Trend nach. Mode muss zu mir und meinem Stil passen.

Welches ist dein Lieblingsschnittmuster aus Deiner eigenen Kollektion?

Elke: Auf jeden Fall die „Sydney Bluse“. Sie ist schicker als ein T-Shirt aber relativ einfach zu nähen. Außerdem kann man viele verschiedene Stoffe verwenden. An meiner „Chobe Tasche“ mag ich die schöne Taschenform, und dass man damit ein tolles Jeans-Upcycling machen kann.

Welches ist Dein Lieblingsschnittmuster anderer?

Elke: Aktuell mag ich die Tamarack Jacket von Grainline Studio sehr, weil ich die gerade genäht habe. Außerdem bin ich ein „Adelheid“-Fan (Schneidernmeistern). Ein Dauerbrenner ist meine „Cassie“ Bikerhose (style ARC) die ich schon in vielen Versionen genäht habe und fast täglich trage.

Du hast mehrere Schwerpunkte, die Schnittmuster sind ja eigentlich nur ein kleinerer Teil des Unternehmens „Elle Puls“. Sehr bekannt sind vor allem die Nähcamps, die Du ja schon seit mehreren Jahren zunächst in Berlin und jetzt auch deutschlandweit organisierst und durchführst. Hast Du je damit gerechnet, dass sich das so entwickeln würde? 

Elke: Die Nähcamps, die ich damals nur 1x im Jahr und nur in Berlin angeboten haben, schrien eigentlich nach Wiederholung. Den Teilnehmerinnen gefiel der Gedanke sehr, sich ein ganzes Wochenende Zeit zum Nähen zu nehmen und unter Gleichgesinnten zu sein. Die Entscheidung, die Camps dann auch in anderen Städten anzubieten, fiel jedoch spontan.

In 2018 waren wir in Düsseldorf, Berlin, München, Frankfurt, Leipzig, Bremen, Hamburg, Stuttgart und Dortmund. Fast alle Camps waren ausgebucht und die Teilnehmerinnen sehr zufrieden und inspiriert.

Die Tour in dem Umfang anzubieten war mutig und mit viel Arbeit verbunden. Aber es hat sich gelohnt, so dass es auch in 2019 weitere Termine geben wird. Ich freue mich sehr, dass du dabei die beiden Berliner Nähcamps und das Schnittcamp als Stoffpartnerin begleitest.

Außerdem entwickelst Du interessante Online Workshops zu unterschiedlichen Themen, immer wieder mit dabei sind Stil- und Persönlichkeitsthemen. Meiner Meinung nach betrittst Du damit eine ganz neue Dimension innerhalb der DIY Nähszene. Ich finde das großartig, denn diese Fragen (Was steht mir? Wie finde ich überhaupt heraus, was mir steht? Wie kann ich die Erkenntnisse in selbstgenähter Kleidung umsetzen?) treiben uns alle um. Erzähl uns doch einmal ein bisschen von diesen Workshops und ob Du diese Linie weiterverfolgen möchtest.

Das Thema „Näh deinen Stil“ charakterisiert meinen Blog, ist der Name meines Podcasts, meiner Community und auch der Titel meines neuen betreuten 5-wöchigen Online Kurses. Mir ist wichtig, dass selbst genähte Garderobe auch getragen wird – und dafür sollten der Schnitt, der Stoff und die Farben auch zur Persönlichkeit, zum individuellen Stil passen.

Wie so viele andere Hobbynäherinnen habe ich mit der Geburt meiner Kinder zum Nähen zurück gefunden. Angefangen habe ich mit Schnuffeltüchern und Babybodies, sehr bald aber dann nur noch für mich genäht. Die Erstellung meiner Capsule Wardrobe, also einer kleinen aber feinen, zu mir passenden und gut kombinierbaren Garderobe war dabei immer mein Ziel. Aus diesen Erfahrungen heraus und mit diesen Erkenntnissen, biete ich heute meine Online Kurse an. Ich möchte anderen Hobbynäherinnen helfen mit mehr Plan zu nähen, so dass sie morgens nicht vor einem Kleiderschrank voller nichts anzuziehen stehen, sondern immer zu einem Lieblingsteil greifen können.

Weiterentwicklung reizt mich. So investiere ich selber in Coachings und habe aktuell eine Ausbildung zur Farbberaterin gemacht, um dieses Wissen in meine Kurse einzubringen. Mein Ziel ist, so viele Hobbynäherinnen wie möglich zu erreichen und ihnen die Themen selbst genähte Garderobe in Verbindung mit Stilfindung näher zu bringen. So wird es Anfang 2019 eine weitere Auflage des Näh deinen Stil Online Kurses und hoffentlich noch viele weitere geben.

Du wirst zwar seit Kurzem von Deinem Mann unterstützt, aber im Grunde bist Du, genau wie ich und so viele andere hier, eine One-Woman-Show. Ich nehme an, auch Du kennst diese lästigen Zweifel und Sorgen, wenn es mal ein paar Tage ruhiger wird im Business. Und trotzdem arbeitet man im Grunde Tag und Nacht (zumindest gedanklich) Wünschst Du Dir manchmal einen ganz normalen Arbeitsalltag nine to five, bei dem die Verantwortung jemand anders trägt?

Elke: Solche Tage gibt es. Aber wenn ich die Wahl habe, dann möchte ich immer nur das Eigene machen.

Wenn ja, in welchen Momenten liebst Du Deinen Job?

Elke: Ich liebe meinen Job die meiste Zeit über. Ganz besondere Momente sind für mich, wenn meine Nähcamp- oder Kurs-Teilnehmerinnen happy sind, wenn ich positives Feedback zu meinen Schnitten bekomme oder tolle Designbeispiele sehe. Glücklich macht mich aber auch, wenn ich einen Blogbeitrag schreibe und natürlich, wenn ich etwas nähe.

Wenn mein Tag (für einen begrenzten Zeitraum) 48 Stunden hätte, dann würde ich:

Elke: Nähen

Der Anteil selbstgenähter Teile in meinem Kleiderschrank beträgt  80  %.

Herzlichen Dank, liebe Elke!

Ich freue mich schon jetzt wieder sehr auf die Nähcamptour 2019, wo ich bestimmt und hoffentlich einige von Euch wiedertreffe oder auch neu kennenlernen darf. Wer noch unentschieden ist, ich kann Euch die Camps nur ans Herz legen. Die Stimmung ist immer großartig, kreativ und sehr entspannt. Elke hat auch noch ein kleines Extra auf Lager, bei Buchung bis zum 24.12. gibt es ihr Emailleschild gratis dazu :-). Die Termine findet Ihr hier: https://ellepuls.com/naehcamp-tour/

 

Schnittmuster: Bluse Sydney von ellepuls

Material: Tencel in samtigem schwarz

Beim Anblick dieses Schnittmuster ist mir aufgefallen, dass es vergleichbar wenig aktuelle Rockschnitte gibt. Oder täusche ich mich? Kann eigentlich nicht sein, denn ich nähe und trage gern Röcke. Also hat rosa p. mir einen großen Gefallen getan. Und dann auch noch mit Falten! Besser hätte sie meinen Geschmack nicht treffen können.

Der Rock hat vorn wie hinten jeweils 4 Falten und erreicht daher am unterem Saum eine schöne Weite. Natürlich springen die Falten auf und erzeugen dadurch Volumen (man könnte also Angst haben, der Rock mache dick). Aber durch die schön breite Passe oben ist der Rock an der Hüfte schmal und trägt daher  nicht auf (also Trugschluss:-)).

Es gibt 2 unterschiedliche Längenvorschläge, ich habe hier die längere Version gewählt. Sie geht ein paar Zentimeter übers Knie hinweg und gefällt mir sehr gut.

Der Stoff ist eine Popeline aus Baumwolle und Viskose mit einem geringen Stretchanteil. Er hat einen dezenten Glanz und ein wenig Stand, so dass die Falten gut zur Geltung kommen. Der Stretchanteil sorgt für eine gute Passform und ein angenehmes Tragegefühl. Perfect match würde ich sagen!

Schnittmuster: Rock Nr. 1 von rosa p.

Material: Stretch Popeline aus Baumwolle und Viskose

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Ich komme gar nicht hinterher! Ich bin noch nicht einmal durch mit meiner ersten Top 5 der Nähen-Wollen-Kleider, da gibt es schon wieder neue Schnittmuster, die unbedingt ergänzt werden müssen. Aber immer schön der Reihe nach, denn dieses Kleid, der box pleat dress von The Assembly Line aus Schweden ist einige Wort und vor allem Fotos wert.

Ich erwähne es nicht zum ersten Mal, ich liebe Kellerfalten. Vorn, hinten, oben, Mitte, Seite, ganz egal. Weil auf einer Fläche etwas Dreidimensionales passiert (ich kann meine Herkunft als Architektin halt doch nicht leugnen :-)). Daher war klar, dieses Kleid muss in meinen Kleiderschrank.

Ansonsten ist der Schnitt sehr schlicht gehalten. A-Linie mit rundem Hals und kimonoartig ausgestellten Ärmeln. Es brauchte einen Stoff mit etwas Stand und dennoch natürlich nicht zu fest. Überall sieht man derzeit Glencheck Karos und auch das fällt noch genau in mein Beuteschema: schlicht und grafisch. Der Stoff besitzt eine gewisse Dehnbarkeit, die man für dieses Kleid ob der Weite nun nicht unbedingt benötigt, aber schaden tut sie auch nicht.

The Assembly Line patterns vertreiben ihre tollen Schnittmuster als Einzelgrößenschnitte. Also muss man beim Kauf bereits eine Größenentscheidung treffen. Aber da die Schnitte recht großzügig geschnitten sind, ist das im Grunde kein Problem. Dieses hier ist eine M, wobei ich genauso eine S hätte nähen können (und vielleicht auch sollen. Wobei mich die Weite nicht stört, auch eine S wäre weit gewesen und das ist ja auch so gewollt).

Auch die anderen Schnittmuster dieses Labels sind wahnsinnig schön. Eine absolute Neuentdeckung. Sprechen mich total an, fast alle. Ich scheine 100%ig ihrer Zielgruppe zu entsprechen. Auch ein schönes Gefühl! Da wird die Versuchung, mir etwas im Laden zu kaufen, immer geringer und die Bestätigung der slowfashion immer größer. Weil es nämlich auch selbstgenäht perfekt geht – auch wenn man hohe Ansprüche hat!

Schnittmuster: box pleat dress, the assembly line patterns

Material: Glencheck mit Stretchanteil

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Ein Mantel ist ja immer ein größeres Projekt – und nach getaner Arbeit ist Stolz angemessen. Aber es muss nicht immer komplex sein. Dieser Mantel „The Strand“ von Merchant and Mills ist ein großartiger Schnitt. Ganz schlicht und dennoch mit cleveren Details. Vielleicht gefällt er mir auch so besonders gut, weil ich vor etlichen Jahren mal einen sündhaften teuren Mantel hatte, der diesem hier sehr ähnelt? Das trifft es genau, denn vor allem bei derart prominenten Kleidungsstücken bin ich äußerst anspruchsvoll. Selbstgemachter Look geht hier gar nicht, dann ziehe ich es nicht an. Es muss alles stimmen, nicht nur die Passform, sondern auch das Material, die Details und die Verarbeitung.

Bei der Verarbeitung kann man sich entweder verkünsteln – oder man trifft auf einen schlauen Schnitt:-) Die 4 Taschen sind allesamt in die Nähte eingelassen und der Ausschnitt wird mit Beleg ganz einfach verstürzt. Dadurch kann sehr präzise gearbeitet werden. Was dazu beiträgt, dass das Ergebnis am Ende sehr professionell wirkt. Nichts ist schlimmer, als unsauber eingesetzte Taschen, an deren Ansatz sich Falten oder Knubbel ergeben. Es gibt Taschen seitlich in der leicht nach vorn gezogenen Seitennaht und nochmals kleinere Taschen von oben in der horizontalen Teilungsnaht.

Verschlossen wird der Mantel mittels kleiner unauffälliger Haken vorn, die zwischen Vorderteil und Beleg gefasst sind. Keine Verschlusslösung für den tiefsten Winter, aber perfekt für jetzt oder für kurze Wege, oder auch mal als Mantelblazer für innen. Oder mit dickem Schal – geht immer!

Genäht habe ich den Mantel aus Trench Dry Oilskin, einem geölten Baumwollstoff, dem leichteren Bruder des Dry Oilskin. Ein Material mit ein bisschen Stand, wie man sieht. Aber genau das wollte ich für den Schnitt. Damit die Form auch zum Ausdruck kommen kann. Es ist kein Innenfutter vorgesehen und damit die Kanten innen trotzdem schön sind, habe ich sie mit Schrägband versäubert.

Vielleicht nähe ich auch irgendwann noch einmal eine gefütterte Variante. Jetzt jedenfalls freue ich mich erstmal auf diesen Mantel hier!

 

Schnittmuster: Mantel „The Strand“ von Merchant and Mills

Material: Trench Dry Oilskin, Farbe Midnight (dusty petrol)

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Ich habe Euch ja eine ganze Kleiderserie versprochen und hier kommt nun die Nummer 3 (Nr. 1 war das factory dress von Merchant and Mills und  Nr. 2 mein neuer Elsen Zweiteiler von schneidernmeistern). Nummer 3 namens „Synni“ ist ebenfalls ein dehnbares Kleid und es stammt aus dem großartigen neuen Buch „Der rosa p Kleiderschrank“ von rosa p.

Das Kleid Synni ist locker und lässig geschnitten, zum Reinschlüpfen und Wohlfühlen. Ich mag ja solche Teile, in denen ich mich ohne viel Aufwand angezogen fühle. Dem Herbst geschuldet habe ich mich für einen festen Romanit entschieden und wer mich kennt, der weiß, Muster sind nicht unbedingt meins. Dafür habe ich eine Liebe zum Detail und das kann dann ruhig ein Hingucker sein. Ich muss es nicht erwähnen, der Hingucker hier ist das gestreifte Armbündchen in kontrastierenden Farben – jedoch alles herbstlich.

Das Buch umfasst 23 unterschiedliche Schnittmuster und basiert auf dem Prinzip des Mix and Match, d. h. alle Schnitte können perfekt miteinander kombiniert werden. Ich habe dieses Prinzip noch ein bisschen ausgeweitet, in dem ich auch innerhalb der Schnittmuster kombiniert habe. Denn meine Synni hat den Ausschnitt des hübschen Oberteils Frya. Außerdem habe ich erneut zu einem Detail gegriffen, das ich schon einmal bei Kleid Nr. 4 von rosa p. angewandt habe. Den Tunnelzug in der Taille. Ich experimentiere gern und war sehr gespannt, ob der Effekt auch bei schwereren Stoffen funktioniert. Und es funktioniert, oder? Besonders schön finde ich auch den unteren Saum, der nämlich eine schöne Rundung hat und hinten leicht länger ist als vorn.

Ich verkaufe ja mittlerweile sehr viele Schnittmuster in meinem Laden, aber bisher keine Bücher. Dieses Buch jedoch gefällt mir so gut, dass ich es nun auch in mein Sortiment übernommen habe. Ich mag den Stil von rosa p. sehr, unkompliziert, schlicht und dennoch schick und lässig.

Schnittmuster: Kleid Synni aus dem Buch „Der rosa p Kleiderschrank“

Material: Romanit in Aubergine (bis einschl. 28.09. mit 15% Rabatt auf alle Romanits), Bündchen von Merchant and Mills

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11 Schwestern müsst Ihr sein! Das ist das Motto der diesjährigen Elsenparty. Aber bevor ich zu den Schwestern komme, zeig ich Euch mein neues Kleid.

Ich liebe die Else schon lange. Und immer noch. Ich habe mittlerweile 7 vielgetragene Elsen im Schrank, die Neue nicht mitgerechnet. Und ich bin mir sicher, damit liege ich innerhalb der Elsenfangemeinde eher im unteren Bereich. Einmal Else, immer Else. Und dennoch ist es erstaunlich, dass einem immer wieder eine neue Variante einfällt. Natürlich motiviert das Baukastensystem von schneidernmeistern eindeutig zum Variieren und Experimentieren. Doch trotzdem muss einem ja etwas einfallen.

Es ist ein Elsenzweiteiler geworden. Ich wollte unbedingt eine gestreifte Skaterelse probieren. War mir jedoch nicht sicher, ob mir das an mir gefällt. Hatte Zweifel daran, ob der Rockansatz auf meinen Geschmack bezogen die richtige Höhe besitzen würde. Daher habe ich beide Teile zunächst separat genäht und vor allem auch zur Sicherheit länger zugeschnitten (jeweils ca. 10cm). Und siehe da, so ist es geblieben. Gleich bei der ersten Anprobe fand ich es super. Gerade auch weil beide Teile vom Stoff her so kontrastieren. Sie passen perfekt zusammen, aber zusammengenäht wirkt der Kontrast deutlich stärker. Bei schwarz und schwarz hätte ich mich womöglich anders entschieden. Und für gestreift und gestreift war ich nicht mutig genug. Wobei, als Kombi geht es auch, oder?

Genäht habe ich es aus Romanit, dem perfekten Kleidermaterial, weil Romanit einerseits dehnbar, andererseits schön fest und mit guter Rücksprungkraft gar nicht leiert. Ein bisschen Schwere besitzt das Material auch, so dass der Rock schön runter fällt und der Teller gleichzeitig schwingt, wenn ich will :-).

Habt Ihr denn schon meine Elsenschwester gefunden? Dann schaut unbedingt mal bei der lieben Sindy von Mein gewisses Etwas vorbei! Sie hat auch eine wunderschöne Else genäht und gemeinsam sind wir auf digitale Elsensafari gegangen.

So und jetzt noch zu den Hardfacts für Euch: Ab heute gibt es das neue Elsen Ebook auch bei 1000stoff und zwar bis 28.09. zum Einführungspreis von 6,65€. Außerdem 15 % auf  alle Romanitstoffe hier im Shop.

Schnittmuster: Else von Schneidernmeistern, bis 28.09. 30% Rabatt auf das Ebook

Material: Romanit gestreift und uni schwarz

Kleiderherbst! Ich habe es schon beschrieben, in stressigen Zeiten brauche ich unkomplizierte Outfits. Anziehen, fertig. Was eignet sich besser als ein Kleid? Nicht nur eine fixe Lösung morgens beim Start in den Tag. Man sieht auch gut gekleidet aus. Für den Tag im Job, aber auch für alles andere, Abholen der Kinder, Elternabend oder das Essen mit Freunden. Ich liebe Kleider. Wie gut, dass es derzeit so viele tolle Schnittmuster gibt. Im 1000stoff Kleiderherbst habe ich eine Auswahl von (zunächst) 5 Kleiderschnitten getroffen, die ich Euch der Reihe nach hier vorstellen möchte. Alte Bekannte sind auch dabei, neu interpretiert, lasst Euch überraschen.

Den Anfang bildet der factory dress, ein Schnittmuster von Merchant and Mills. Ich mag diese englischen Schnitte sehr gern, sie sind allesamt lässig und unkompliziert, jedoch mit einem gewissen Anspruch und einem besonderen Stil. Sie lassen das Material wirken.

Das Reiz des Kleids liegt im Ausschnitt und Kragen. Das Vorderteil besteht aus zwei Schnittteilen, so dass sich der Kragenbeleg sehr schön sauber einfügen kann. Die Ärmel sind umgeschlagen, der Rockteil ist mit zwei kleinen Falten vorn angesetzt, ansonsten fällt der Rock gerade nach unten. Die aufgesetzte Brusttasche habe ich weggelassen (mag ich grundsätzlich nicht so gern an mir).

Ich habe einen schön weichen Denim Tencel gewählt. Ein Tencel mit Jeansstruktur und Farbe, die Webstruktur ist fein, die Oberfläche glatt und er hat einen ganz dezenten Glanz. Eine super Mischung aus lässig und edel. Der Fall ist perfekt für Kleider oder auch Blusen und Hemden. Sollte es dann doch irgendwann einmal kälter werden, dann kann man gut noch ein Longsleeve darunter tragen.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Kleiderherbst Serie – weiter geht es aus gegebenem Anlass gleich am kommenden Samstag. Freut Euch schon einmal, denn das wird ´ne Party mit Give away :-)

 

Schnittmuster: factory dress von Merchant and Mills

Material: Denim Tencel von Merchant and Mills

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Aufregende Zeiten. Meine Tage bräuchte derzeit mindestens 48h oder mehr. Vor wenigen Tagen ist diese neue Webseite online gegangen, das ist der allererste Blogpost, den ich sozusagen live hier verfasse. Dazu gleichzeitig der eigene Onlineshop, hinter den Kulissen ist allerhand passiert in der letzten Zeit! Und natürlich ist noch nichts perfekt, mir fallen 1000 Details ein, die noch fehlen, Stoffe, die noch eingepflegt werden wollen oder Kleinigkeiten, die ich gern ändern würde. Aber es ist dennoch erstmal geschafft!

Dafür habe ich kaum genäht, die Maschine stand fast 6 Wochen still. Ok, auch ferienbedingt, aber trotzdem der absolute Ausnahmezustand. Und gestern habe ich es nicht mehr ausgehalten. Vollkommen unvernünftigerweise habe ich diese Bluse genäht. Anstatt mich um die Webdetails zu kümmern. Aber es ging nicht anders. Und ich liebe sie schon jetzt.

Es ist die #sydneybluse, das neue Schnittmuster von ellepuls. Genau mein Stil. Schlicht und geradlinig. Und clever mit der Kragenlösung, bzw. eben genau ohne Kragen.

Der vordere Ausschnitt wird als schmaler Schlitz mit einem Beleg verstürzt. Hinten gibt es eine schlanke Kellerfalte. Der untere Abschluss mit Bogen vorn und hinten. Einfach wunderschön. Nur die Taschen auf der Brust habe ich weggelassen. Ich habe kein einziges Kleidungsstück mit Brusttaschen in meinem Kleiderschrank, das mag ich nicht an mir.

Der Stoff ist ein wunderschöner Baumwollsatin aus der schwarzen Serie von Nani Iro. Mit ganz dezentem Glanz in der Oberfläche und dem perfekten Fall für derartige Oberteile. Weil der Stoff recht leicht ist, habe ich die Bügeleinlage weggelassen (ich hatte Sorge, dass die Verstärkung aufträgt). Ich denke, das war genau die richtige Entscheidung in diesem Fall.

Zu allem Überfluss (in all der Zeitnot) gab es heute Komplikationen beim Fotografieren (die Kamera war nicht auffindbar), so dass ich mich erstmal nur notdürftig von meinen Kindern knipsen lassen konnte. Wenn es morgen klappt, dann ergänze ich das Bildmaterial noch. Oder ich nähe mir lieber noch eine Sydney? Wenn ich gerade sturmfrei hätte, dann wäre die Entscheidung schon getroffen :-))

Schnittmuster: Sydneybluse von ellepuls

Material: Baumwollsatin von Nani Iro, 1000stoff

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Die Urlaubsvorbereitungen befinden sich im Endspurt, die Garderobe wird jetzt nur noch ergänzt. Es ist nicht etwa so, dass ich ohne dieses Top nicht fahren könnte. Aber die liebe Lust und die Vorfreude auf die Reise sind so animierend. Kennt Ihr das?

Noch dazu kommt, dass es nach den Sommerferien schon wieder rasant Richtung Herbst geht. Das mag ich mir noch gar nicht eingestehen. Daher lieber schnell noch etwas Sommerliches unter die Nadel!

Nämlich das Curlew Top aus dem Workbook von Merchant and Mills. Wollte ich schon letztes Jahr genäht haben, aber da hatte ich nicht das passende Material zur Hand.

Vielleicht liegt es auch nur an dem Foto in dem Buch, aber ich wollte etwas ganz leichtes und zartes. Einen Baumwollbatist. Und es ist auch genau der von Merchant and Mills geworden. Eigentlich gar nicht unbedingt etwas Besonderes. Aber gerade bei schlichten Schnitten und Stoffen kommt es ja genau darauf an. Der richtige Fall, der richtige Farbton  die richtige Stärke. Der Stoff ist leicht durchscheinend, aber mit einem Hemd darunter perfekt.

Somit bin ich gut ausgerüstet. Es ist kein T-Shirt, aber auch keine Bluse, passend für Strand und Stadtbummel. Zum Eis aber auch zum Abendessen.

Schnittmuster: Curlew Top aus dem Workbook von Merchant and Mills

Material: Baumwollbatist, Merchant and Mills, 1000stoff

verlinkt mit: creadienstagDienstagsdinge, handmade on tuesday

Manchmal werden Projekte überraschenderweise besser als erwartet, manchmal natürlich auch enttäuschender. Und dann gibt es noch die Projekte, die genau so werden, wie man es sich vorgestellt hat. Diese Frau Isa von fritzischnittreif ist so ein Teil. Genau so einen Sweater wollte ich.

Lässig für kühle Momente in der warmen Jahreszeit. Oversized, damit man ihn schnell mal überwerfen kann, auch über weitere Kleider und Shirts. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Da ich gerade so auf Streifen stehe, musste es dieser gestreifte Romanit in schwarz weiß sein. Romanit ist ein Strickstoff auf Viskosebasis, also zwar schwer, aber auch nicht zu warm. Das Material bringt einen gewissen Stand mit sich, perfekt für den oversized Effekt.

Am Halsausschnitt habe ich ein wenig mit der Streifenrichtung gespielt. Quer gegen längs, wobei das Schnittteil des Kragens im Radius zugeschnitten wird, so dass die Streifen in der Rückenansicht des Belegs wieder parallel verlaufen. Und Streifen zu Streifen? Gefällt mir sogar auch sehr gut. Sommerlicher geht es kaum….

 

Schnittmuster: Frau Isa von fritzischnittreif

Material: Romanit schwarz mit weißen Streifen, 1000stoff

verlinkt mit: sewlala